USA – Florida

Diese Reise ist derzeit nicht in unserem Programm, kann aber für kleine Gruppen (ab zwei Personen) organisiert werden. Wenn Sie an der Tour interessiert sind, sagen Sie uns Bescheid. Sobald sich genügend Interessenten gemeldet haben, werden wir die Tour für Sie gerne organisieren.

Everglades & Key West

Die Everglades gehören zu den ornithologisch und faunistisch interessantesten Gebieten unserer Erde, da hier, bedingt durch die riesigen ewigen Sümpfe in Verbindung mit dem zeitweise tropischen Klima sowohl Vogelarten der nearktischen als auch der neotropischen Zone vorkommen. In den Wintermonaten wird die ohnehin sehr reichhaltige Vogelwelt noch mit den Wintergästen des zentralen und nördlichen Nordamerika bereichert. In den Everglades sind ständig ca. 300 Vogelarten anzutreffen und weit über 1000 Pflanzenarten, darunter zahlreiche bedrohte Arten. Ein Teil der Vogelarten soll nachfolgend aufgezählt werden, um einen Eindruck über das Artenspektrum zu vermitteln. So können z.B. stets 8 verschiedene Reiherarten (Silberreiher, Schmuckreiher, Nachtreiher, Krabbenreiher, Kanadareiher, Blaureiher, Dreifarbenreiher und Mangrovenreiher), Rallenkraniche, Schlangenhalsvögel, Ohrenscharben, Fregattvögel, Sichlerarten, braune und weiße Pelikane, Waldstörche, zahlreiche Limikolen, Zwergsultanshuhn, Teichhuhn, Möwenarten, zahlreiche Greife wie Seeadler, Fischadler in großer Zahl, Rotschulterbussard, Schwalbenweihe, Schneckenweihe, Raben- und Truthahngeier sowie Gürtelfischer, Bootschwanzgrackel, Helmspecht, Feuerkopfsaftlecker, Scherentyrann, Kardinal, Rotschulterstärling, Blauhäher, Glattschnabelani und andere angetroffen und beobachtet werden.
Darüber hinaus sind zahlreiche Säugetiere, Schlangen, Insekten und Reptilien, darunter der zum Wahrzeichen gewordene Alligator zu sehen.
Der eigentliche Nationalpark gehört zu den ältesten und größten seiner Art. Er wurde 1947 ausgewiesen und umfaßt eine Fläche von 56.654 ha (vergleichbar mit dem gesamten hessischen Odenwald). Außerdem wurde er 1976 zum Biosphärenreservat und 1979 zum Weltvermächtnisgebiet ernannt. Außerhalb des Parks gibt es etwa noch einmal soviel sumpfiges Gelände. Früher waren die Everglades fünfmal so groß. Der Flächenrückgang ist auf den Bau von Kanälen, Straßen, Siedlungen und vor allem Trockenlegungen für die Landwirtschaft zurückzuführen. Die Everglades sind kein echter Sumpf, deshalb entscheidet der Wasserzufluß im Park über Leben und Tod der Arten. Geologisch ist das Gebiet sehr jung, die dünne Schlammschicht über dem Miami-Kalkstein (Oolith) wurde erst vor ca. 4000 Jahren abgelagert. Die Hauptwasserader ist der Haiflußsumpf (Shark River Slough), ein rund 64 km breiter Fluß; nie mehr als einen Meter tief und 384 km lang bis zur Florida Bay. Er fließt auf Grund des geringen Gefälles nur 3 m pro Tag, so daß sich in und um ihn die Sumpfvegetation einstellen konnte und mit ihr die Fauna.

Im Park sind fünf Biotoptypen anzutreffen;
a) Elliotskiefernwald mit Sumpfpalmen,
b) das Marschland,
c) die Cladium-Grasflächen,
d) der Sumpfzypressenwald,
e) die tropischen Hart- und Weichholzauen.

Neben den Naturattraktionen ist Florida gleichzeitig das bedeutendste Tourismusland der USA, was zwangsläufig immer wieder zu Konflikten mit dem Naturschutz führen muß.
Die Amerikaner haben dieses Problem insofern kanalisiert, daß die Touristen in riesigen Ferienparks und an kilometerlangen Stränden gebündelt werden. In dem Everglades Nationalpark gibt es hingegen keinerlei menschliche Eingriffe.
Damit auch ein wenig „American Way of Life“ erlebt werden kann, haben wir einen Besuch im Freizeitpark Sea World vorgesehen. Um auch hier nicht ganz von unserer Linie abzuweichen, haben wir einen Park ausgewählt, der neben diversen „nassen“ Shows die gesamte Unterwasserwelt rund um Florida vorstellt. (Auf Wunsch kann auch fakultativ eine andere Touristenattraktion angesteuert werden.)
Auch fahren wir zum südlichsten Punkt der USA, Key West, wo neben heißen Stränden und Piratenatmosphäre auch zahlreiche Vogelarten und sehenswerte Korallenriffe zu bewundern sind.

1. Tag: Flug Frankfurt – Orlando. Transfer zum Hotel.

2. Tag: Fahrt zum Okeechobee See und um den See herum mit Stopps in Lakeport, bei Kissimee, bei der Eagle Bay und der Pelikan Bay. Hier können wir Scharben, Pelikane, Truthahn- und Rabengeier, Buntfalke, Purpurschwalbe und mit viel Glück den Schopfkarakara und den Kanadakranich sehen.

3. Tag: Fahrt zum Loxahatchee National Wildlife Refuge, ein Gebiet mit 8 ca. gleichgroßen Wasserflächen. Hier halten sich viele Schlangenhalsvögel, Blauflügelenten, Gelbbrustpfeifgänse auf.

4. Tag: Fahrt nach Key West mit Stopps auf Long Key, Big Pine Key und No Name Key. In diesem Gebiet leben der weiße Kanadareiher (einziges Vorkommen in Florida) sowie Braunpelikan, Fischadler, Baßtölpel und Krabbenreiher.

5. Tag: Key-West: Stadtrundgang, Besuch des Audubon-Hauses, Fahrt zum Korallenriff mit der MV Discovery; nachmittags Weiterfahrt nach Flamingo.

6. Tag: Frühwanderung am Eco Pond und Mrazek Pond, danach Wanderung entlang der Snake Bite bzw. bei windstillem Wetter Bootsfahrt in die Bay zu den weißen Pelikanen. In den flachen Gewässern können wir Bindentaucher, Meerespelikane, Schneesichler, Schwarzmantel-Scherenschnäbel und vielleicht die seltene Schwalbenweihe beobachten. Fahrt nach Homestead.

7. Tag: Fahrt ins Shark Valley, Ganztagesfahrradtour (bei schlechtem Wetter mit der Tram) durch das Cladium-Gras-Gebiet. Gute Beobachtungsmöglichkeiten für Schildkröten und Reptilien. Fahrt nach Naples.

8. Tag: Fahrt nach Everglades City und von dort Bootstour in die Ten Thousand Islands mit ihrer faszinierenden Vogelwelt (Waldstorch, Rotschwanzbussard, Fischadler, Königsseeschwalbe, Gürtelfischer und mit Glück Weißkopfseeadler). Abends Spaziergang am Strand.

9. Tag: Fahrt zum Korkenziehersumpf, Ganztageswanderung. In dem bewaldeten Gebiet haben Karolinaspecht, Helmspecht, Rotschulterbussard, Streifenkauz, Papstfink und viele Singvögel ihren Lebensraum.

10. Tag: Fahrt zum Captiva und Darling Wildlife Refuge (Schreitvögel und Limikolen).

11. Tag: Fahrt zum Highland Hammock Schutzgebiet, einem Hartholzmischwald bei Sebring. Ein typisches Gebiet für Singvögel, darunter Wanderdrossel, Spottdrossel, Katzendrossel. Auch der Goldspecht ist hier heimisch. Abends Weiterfahrt nach Orlando.

12. Tag: Besuch des Freizeitparks Sea World.

13. Tag: Fahrt zum Lake Kissimee (erwartet werden Entenarten wie Gefleckte Ente, Blauflügelente usw.).

14.-15. Tag: Rückflug von Orlando nach Frankfurt.

 

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Teilnehmer: maximal 12, minimal 10 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Übernachtung in Hotels mit DU/WC
  • Frühstück
  • Fahrt- und Führungskosten
  • Bootstouren so wie im Reiseplan aufgeführt
  • deutschsprachige ornithologische Reiseleitung
  • Genehmigungen
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

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