Mauretanien – Wintergäste

Diese Reise ist derzeit nicht in unserem Programm, kann aber für kleine Gruppen (ab zwei Personen) organisiert werden. Wenn Sie an der Tour interessiert sind, sagen Sie uns Bescheid. Sobald sich genügend Interessenten gemeldet haben, werden wir die Tour für Sie gerne organisieren.

Millionen Limikolen auf der „Banc d`Arguin“

Mauretanien, ein Land an der Grenze vom weißen zum schwarzen Afrika, gehört immer noch zu den am wenigsten besuchten Ländern Afrikas.
Das mit über 1 Mio. km² riesige Land besteht überwiegend aus Sand- und Steinwüste und hat nur im Westen und Südwesten mit Atlantik und Senegalfluss natürliche Grenzen.
Für Ornithologen ist vor allem die Banc d´Arguin, eines der weltweit wichtigsten Rastgebiete für Limikolen, ein Begriff, obwohl nur Wenige es selbst kennen.
Für über zwei Millionen Limikolen ist hier Endstation auf dem langen Zug nach Süden. Das für europäiische Naturfreunde und Ornithologen weitgehend unzugängliche Gebiet wurde schon 1974 zum Nationalpark erklärt, der sich ca. 150 km nördlich der Hauptstadt über 250 km entlang der Küste nach Norden erstreckt und eine Fläche von insgesamt 12.000 km² umfaßt. Mit ihren ausgedehnten gezeitenbeeinflußten Flachwasserzonen, zahlreichen Inseln und Mangroven, endlosen Sandstränden und Dünen ist die Banc d`Arguin eines der größten, fast völlig unberührten Flachküstenökosysteme der Welt. Nicht minder faszinierend sind die landwärts unmittelbar angrenzenden Wüstengebiete der Sahara mit ihrer sehr spezifischen, an extreme Trockenheit angepassten Flora und Fauna, die in scharfem Kontrast zu den an der Küste liegenden Feuchtgebieten stehen. Ein besonderer Reiz dieser Reise be-steht für den ornithologisch Interessierten darin, dass neben den riesigen Mengen nordischer Wintergäste an der Küste auch viele westafrikanische Vogelarten beobachtet werden können, insbesondere im Süden des Landes.

Weißkehlspint (Merops albicollis)

1. Tag: Flug von Frankfurt nach Nouakchott, anschließend Transfer zum Hotel.

2. Tag: Zum Akklimatisieren werden wir in den ersten Tagen die nähere Umgebung von Nouakchott erkunden und die ersten Eindrücke von der Natur, Landschaft und Vogelwelt Mauretaniens sammeln. Neben den Wintergästen wie Gartenrotschwanz, Gelb- und Blaßspötter, Orpheus- und Weißbartgrasmücke, Grau- und Trauerschnäpper sind auch viele farbenprächtige westafrikanische Vogelarten zu beobachten, vor allem Brillen- und Palmtaube, Kaptäubchen, Bienenfresser, Weißkehl- und Blauwangenspint.

Boot im Nationalparks Banc d`Arguin

3. – 8. Tag: Mit geländegängigen Fahrzeugen geht es auf den bei Ebbe trockenfallenden endlosen Sandstränden über 250 km in die Kernzone des Nationalparks Banc d`Arguin. An interessanten Lagunen machen wir kurze Exkursionen (viele Trauer-, Fluß-, Weißflügel-, Zwerg-, Lach-, Brand-, Königs-, Rüppell- und Raubseeschwalben, Fischadler, Herings-, Weißkopf-, Graukopf-, und Dünnschnabelmöwen und mit etwas Glück die seltene Korallenmöwe). Diese Tage werden wir in Zelten untergebracht, da im Nationalpark jegliche touristische Infrastruktur fehlt.
Folgende Programmpunkte sind vorgesehen:
– Bootsexkursionen zu den Inseln Arel, Tidra und Kiaone. Auf Arel brüten viele Rosapelikane und Weißbrustkormorane. Große Ansammlungen von Königs-, Raub- und Brandseeschwalben sind immer wieder aus nächster Nähe zu beobachten.

Knutt (Calidris canutus)

– Exkursionen entlang der ausgedehnten Seegrasflächen. Im seichten Gewässer finden sich viele Löffler, Reiher- und Limikolenarten zur Nahrungssuche ein.
– Bei ausgedehnten Wanderungen entlang der Küste können große Ansammlungen von Pfuhlschnepfen, Knutts, Sichel- und Alpenstrandläufern beobachtet werden. Im Durchschnitt überwintern von diesen 4 Arten ca. 1.9 Millionen Vögel. Natürlich sind auch Zwergstrand-, Sichelstrand-, Kampf-, Flussufer- und Stelzenläufer sowie Rotschenkel und Regenbrachvogel zu beobachten.
– Weitere Exkursionen in die Wüste und deren Übergangszonen. Hier können Charakterarten wie Rennvogel, Wüstenläuferlerche, Diademrotschwanz und mit etwas Glück auch die Arabertrappe beobachtet werden.

Große Tümmler (Tursiops truncatus)

9. Tag: Rückfahrt nach Nouakchott mit Zwischenstopp am Cap Timirist (Flamingos, Limikolen und Goldschakale).

10. – 13. Tag: Nachdem wir bisher vorwiegend paläarktische Vogelarten gesehen haben, werden wir in den nächsten Tagen im vegetationsreicheren Grenzgebiet zu Senegal unsere Zelte aufschlagen und mehr westafrikanische Arten kennen lernen. Schon auf der Fahrt durch die Reisfelder und Baumsavanne begegnen uns große Schwärme von Blutschnabelwebern sowie Schmetterlingsastrild, Silberschnäbelchen, Senegal Amarant, Blaunacken-Mausvogel, Guineataube, Rotbauchglanzstar, Baumhopf, Sporn-, Klaas- und Häherkuckuck, Grau- und Rotschnabeltoko, Senegalracke, Graufischer, Senegalliest, Blutbrust-Bartvogel, Raubadler, Graubürzel Singhabicht, Sperber- und Palmgeier. Im Überschwemmungsgebiet des Senegal sind meist Riedscharbe, Schlangenhalsvogel, Küsten- und Mangrovenreiher, Rötelpelikan, Nil- und Sporengans, Kronenkranich, Blaustirn-Blatthühnchen, Mohrenralle, Krokodilwächter, Schwarzkopf-, Sporn- und Senegalkiebitz zu beobachten.

Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii)

14. Tag: Nach einer Morgenexkursion fahren wir wieder zurück nach Nouakchott.

15. Tag: Wer möchte, kann sich am letzten Tag am Strand erholen. Der Rest der Gruppe wird bei weiteren Exkursionen die Umgebung erkunden. Am Abend Rückflug.

16. Tag: Morgens Landung in Frankfurt.

 

 

Teilnehmer: maximal 12, minimal 8 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Übernachtung bei Nouakchott in Mittelklasse-Hotels (DU/WC)
  • Die restlichen Tage in Zelten
  • Vollpension
  • mittags Lunchpakete
  • Fahrt- und Führungskosten
  • Bootstouren so wie im Reiseplan aufgeführt
  • deutschsprachige ornithologische Reiseleitung
  • teilweise örtliche englischsprachige ornithologische Reiseleitung
  • Genehmigungen
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

Buchungsanfrage

Einzelzimmer/-zelt während der Rundreise können nicht immer garantiert werden.

Da im NP Banc d`Arguin jegliche Motorboote verboten sind, sind die Ausflüge teilweise wetterabhängig.