Marokko

Waldrapp, Atlasgrünspecht und viele Steinschmätzerarten

Marokko hat dem Ornithologen sehr viel zu bieten, eine abwechslungsreiche Landschaft mit dichten Wäldern, Gebirgen, Feuchtgebieten, Sand- und Steinwüsten. Die artenreiche Avifauna Nordafrikas mit vielen seltenen Vogelarten wie Waldrapp, Marmelente, Doppelspornfrankolin, Atlasgrünspecht, Wüstensperling, Kapohreule, Senegal­tschagra, Saharagrasmücke, Knacker- und Dupontlerche sowie eine völlig fremdartige Kultur machen dieses Land zu einem der interessantesten Reiseziele der Westpaläarktis. Außerdem überwintern hier viele Wintergäste aus Europa, insbesondere in der Küstenregion. Meist werden bei unseren Reisen über 220 Vogelarten, darunter auch Waldrapp und Wüstensperling beobachtet.

1. Tag: Flug ab Frankfurt nach Casablanca; anschließend Transfer zum Hotel bei Rabat.

2. Tag: Frühexkursion, um Doppelspornfrankolin und Felsenhuhn zu suchen, die vor allem in den Morgenstunden meist sehr gut zu hören sind. Oft werden hier auch Gleitaar, Schlangenadler und Zwergadler, die über den Korkeichenwäldern kreisend nach Beute suchen, gesehen.
Am Nachmittag fahren wir die Küste entlang (Mittelmeermöwe, Schwarzkopfmöwe und Dünnschnabelmöwen) zum Lac Sidi Bourhaba. Auf der Lagune wurden immer wieder Graureiher, Seidenreiher, Purpurreiher, Nachtreiher, Haubentaucher, Zwergtaucher, Kammbläßhuhn, Marmelente, Moorente, Schnatterente, Krickente, Spießente, Stockente, Tafelente, Rohrweihe, Fischadler, Trauerseeschwalbe und Weißbartseeschwalbe usw. beobachtet. Bei kleinen Wanderungen in den Macchien, die den See größtenteils umgeben, können Orpheusspötter, Weißbart-Grasmücken, Dorngrasmücken, Mönchsgrasmücken und Samtkopf-Grasmücken gesehen werden. Bevor wir zum Hotel zurückfahren, besuchen wir noch ein Revier der Kapohreule, um diese bei den abendlichen Streifzügen zu beobachten.

Atlasgrünspecht (Picus vaillantii)

3. Tag: Fahrt, mit kurzen Beobachtungsstopps in Steineichenwälder und Wacholderwäldern, nach Ifrane.

4. Tag: Am frühen Morgen besuchen wir den Dayet Aoua, auf dem meist viele Enten überwintern. In einem kleinen Seitental, das landwirtschaftlich genutzt wird, sind Heidelerche, Hausrotschwanz und Diademrotschwanz nicht selten, sowie in einem kleinen Waldgebiet der Atlasgrünspecht. Nachmittags Fahrt über ein Hochplateau mit Maurensteinschmätzer, Kalanderlerche, Steinsperling usw. Richtung Midelt. Bei weiteren Kurzexkursionen suchen wir nach Berberaffen und in einem Flusstal nach Blaumerle, Steinrötel, Alpendohle und Alpenkrähe.

5. Tag: Frühexkursion in einem Halfagras-Steppengebiet, um Wüstengimpel, Dupontlerche, Theklalerche, Kurzzehenlerche, Stummellerche und Ohrenlerche zu suchen. Weiterfahrt durch die Steineichen- und Zedernwälder des Mittleren Atlas nach Erfoud. Bei verschiedenen Stopps in den Bergen suchen wir nach Ringdrossel, Fichtenkreuzschnabel, Trauersteinschmätzer und Saharasteinschmätzer, Hausammer sowie in den Flußtälern nach Isabellspötter, Orpheusspötter, Berglaubsänger, Fitis, Zilp Zalp und Grasmücken.

Saharakragentrappe (Chlamydotis undulata)

6. Tag: Fahrt zum Sanddünengebiet Erg Chebbi (Cafe Jasmin); u.a. werden hier sehr oft Wüstenprinie, Wüstengimpel, Wüstensperling, Sandlerche, Rotkopfwürger, Mittelmeer-Raubwürger, Rotflügel-Brachschwalbe, Akazien-Drossling, Wüstenrabe, Saharasteinschmätzer und Wüstensteinschmätzer gesehen. In den Oasen bei Merzouga Wanderungen entlang der Bewässerungskanäle; neben verschiedenen Singvögeln wird hier oft auch der Blauwangenspint beobachtet.

7. Tag: Frühexkursion in ein streng geschütztes Gebiet (wenn wir eine Genehmigung bekommen), in dem noch wenige Kragentrappen die karge Steinwüste mit Sandrennmaus, Saharagrasmücke und Wüstenläuferlerche teilen. Nachmittags Wanderung bei Auberge Kasbah Dakaoua (u.a. Adlerbussard, Bienenfresser, Schafstelze, Steinschmätzer, Gartenrotschwanz, Atlasgrasmücke, Brillengrasmücke, Gartengrasmücke und Orpheusgrasmücke). Gegen Abend noch einmal zum Cafe Jasmin, um den Tag mit einem herrlichen Sonnenuntergang ausklingen zu lassen.

Dupontlerche (Chersophilus duponti)

8. Tag: Fahrt über Jorf nach Boumalne Dadés. Ein Abstecher führt uns in die mit Palmen bestandene Todra-Schlucht, die vor allem durch ihre beeindruckenden Felsformationen bekannt ist. Es werden hier aber auch immer wieder Habichtsadler, Adlerbussard, Lanner, Felsenschwalbe sowie Hausammer und Blaumerle beobachtet.

9. Tag: Früh am Morgen wandern wir auf dem Tagdilt-Track, einem der besten Beobachtungsgebiete in Marokko für Sand-, Spieß- und Tropfenflughuhn, Rennvogel, Haubenlerche, Saharaohrenlerche, Steinlerche, Wüstenläuferlerche sowie mit Glück Dupontlerche und Knackerlerche. Nach dem Frühstück fahren wir dem Soustal, südlich des Atlas, folgend, über bis zu 1.800 Meter hohe Bergpässe nach Taliouine. Zwischenstopps am Stausee Barrage El Mansour e Dhabi (Graugans, Rostgans, Weißbartseeschwalben, Trauerseeschwalben, Lachseeschwalben und Raubseeschwalben, Uferschwalbe und Habichtsadler wurden hier schon gesehen).

Rennvogel (Cursorius cursor) mit Jungvogel

10. Tag: Fahrt nach Agadir, rechts und links der Straße finden wir die weltweit größten Bestände des Arganbaumes, der der Olive sehr ähnelt. Hier wurden auch in den vergangenen Jahren immer wieder Lanner, Blauracke, Wiedehopf, Zwergadler, Weidensperling und mit viel Glück der extrem seltene Savannenadler beobachtet. Kurzexkursion in einem kleinen Seitental, in dem in den letzten Jahren Turmfalke, Wüstenfalke, Adlerbussard, Steinsperling und Blaumerle brüteten.

11. Tag: Fahrt zum Kap Rhir, sehr guter Platz für Seevogelbeobachtung (u.a. Baßtölpel, Schmarotzerraubmöwe, Kormoran, Lachmöwe, Korallenmöwe, Mittelmeermöwe, Raubseeschwalbe, Brandseeschwalbe, Königsseeschwalbe und Zwergseeschwalbe). Danach weiter zur Tinkert-Mündung bei Tamri. Bei einer Wanderung werden wir vor allem nach dem Waldrapp (hier ist die größte Wildpopulation der Welt), einer der seltensten Vögel unseres Planeten, Ausschau halten, aber auch Fischadler, Wiedehopf, Diademrotschwanz, Graubülbül und Brillengrasmücke werden oft in diesem Gebiet nachgewiesen. In der Dämmerung unternehmen wir noch eine Kurzexkursion zum Rothals-Ziegenmelker.

Pharaonen-Ziegenmelker (Caprimulgus aegyptius)

12. Tag: Ganztagestour nach Goulimine. In dem Wüstengebiet haben wir die besten Chancen, um Sandlerche, Steinlerche, Kurzzehenlerche, Haubenlerche, Theklalerche, Saharaohrenlerche, Wüstenläuferlerche und vor allem Knackerlerche zu sehen, aber auch Wüstensteinschmätzer, Fahlbürzelsteinschmätzer sowie Rennvogel und Wüstengimpel sind meist anzutreffen.

13. Tag: Bei einer ausgiebigen Exkursion am Ufer des Ouet Massa entlang, erkunden wir das Gebiet; Zwergdommel, Triel, Steinkauz, Braunkehl-Uferschwalbe, Einfarbstar, Elster (mauritanica), Zaunammer, Nachtigall, Eisvogel, Cistensänger, Schilfrohrsänger, Teichrohrsänger und Seidensänger, Ringeltaube, Felsentaube, Türkentaube, Palmtaube und Turteltaube und die seltene Senegaltschagra werden oft gesehen.
Am Nachmittag besuchen wir die Sous-Mündung, die vor allem für ihren Reichtum an verschiedenen Limikolenarten bekannt ist. U.a. sind meist Löffler, Flamingo, Stelzenläufer, Sand-, See-, Fluß-, Gold- und Kiebitzregenpfeifer, Steinwälzer, Säbelschnäbler, Sanderling, Sichelstrandläufer, Alpenstrandläufer, Zwergstrandläufer, Temminckstrandläufer, Dunkler Wasserläufer, Rotschenkel, Grünschenkel, Uferschnepfe und Pfuhlschnepfe usw. anzutreffen.

14. Tag: Flug ab Agadir nach Frankfurt.

 

 

Teilnehmer: maximal 12, minimal 8 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge
  • Übernachtung inkl. Halbpension meist in
    ** bis ****Hotels (landesüblich) mit DU/WC
  • Vollpension (mittags Lunchpakete)
  • Fahrtkosten
  • Genehmigungen
  • deutschsprachige Reiseleitung
  • örtliche Reiseleitung
  • örtliche Ornithologen
  • Führungskosten
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
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