Malawi

Schutzgebieten und Malawisee

Malawi, genauer gesagt, die Republik Malawi, befindet sich am Südrand des afrikanischen Grabenbruchs, südlich von Zambia und Tansania und westlich von Mosambik. Das Land ist 118.000 km² groß und vielfältig strukturiert. Es zieht sich als lang gezogener Streifen längs des ostafrikanischen Grabenbruchs entlang des Malawisees und des Shireflusses. Nach Westen steigt das Land bis auf ein Plateau von bis zu 1.500 m Höhe an. Zwei Bergmassive des Zomba und des Mulanje überragen die Hochebene, trockene Wälder und Buschsavanne bedecken den Großteil des Landes. Es gibt aber auch offenes Grasland und Bergwälder.
Trotz der rapide wachsenden Bevölkerung gibt es zahlreiche Naturreservate, und der Malawisee ist eines der schönsten Gewässer Afrikas und ist berühmt für seine Buntbarsche (Cichliden). Neben Großtieren sind über 600 Vogelarten festgestellt worden.
Unsere Reise führt zu Schutzgebieten mit Miombowald, Auwäldern am Fluss, Hochlandgebieten und Regenwald. Malawi hat keine endemischen Vogelarten. Wir suchen aber besondere Arten wie Fledermausfalke, Bindenfischeule, Bergtrogon, Malawibatis, Spiegelfeinsänger, Böhmspint, Spatelracke, Grünkopfpirol und Stahlschwalbe.

Gaukler (Terathopius ecaudatus)

1. Tag: Flug ab Deutschland nach Lilongwe.

2. Tag: Nach der Ankunft fahren wir in unsere Unterkunft in der Vorstadt von Lilongwe. Nach dem Mittagessen besuchen wir das Lilongwe Naturreservat nordöstlich der Hauptstadt. Der 120 ha große Park liegt am Ufer des Lingadzi-Flusses und bietet eine erstaunliche Vielfalt an Tieren. Neben Buschbock, Ducker, Buschschwein, Burchell’s Zebra, Serval und Leopard wurden über 200 Vogelarten nachgewiesen. In den Galeriewäldern und Bambusbeständen entlang eines kleinen Flusses suchen wir nach Weißrückenreiher und der seltenen Binsenralle. Andere hier vorkommende Vogelarten sind Afrika- und Schwarzmantelhabicht, Livingstoneturako, Tropfen- und Blauastrild, Riesenelsterchen und Langschwanzstelze.
Wenn es die Zeit erlaubt, suchen wir noch auf den angrenzenden Feldern nach Heuschreckenastrild, Rallenreiher und Hottentottenente.

Giraffe (Giraffa camelopardalis)

3. Tag: Wir starten sehr früh zu einem Besuch von Dzalanyama, einem ausgedehnten Bestand von Miombowald mit einer Reihe felsiger Hügel, direkt an der Grenze zu Mosambik. Hier gibt es einige Malawi-Spezialitäten, u.a. Blaßschnabeltoko, Stierlingspecht, Rosenmantelwürger, Miomborötel, Boehmschnäpper, Spiegelbartvogel, Stammsteiger, Graubauchmeise, Olivkopfweber, Buntbauch- und Scharlachbrust-Nektarvogel.

4. Tag: Wir fahren nach Norden, anfangs durch flaches Ackerland und dann hoch zu den ersten Hängen des Viphya-Plateaus. Obwohl ein Großteil dieser Region aus Forstkulturen besteht, gibt es auch einige wunderschöne Miombo- und Mischwälder. In Luwawa erreichen wir offene Feuchtgebiete und suchen nach Schildweber, Kafferntrappe, Bronze- und Kupfernektarvogel.

Riesentrappe (Ardeotis kori)

5. Tag: Durch die Viphya Berge, über Rumphi, fahren wir hoch nach Chelinda, auf das zwischen 2.000 und 3.000 Meter hoch gelegene Nyika Hochplateau, eine der schönsten Hochebenen Afrikas. Wir besuchen den Nyika Nationalpark, der mit über 3.100 qkm der größte NP des Landes ist, der wegen seines “kühlen“ Klimas auch bei Einheimischen sehr beliebt ist. Elenantilope, Zebra, Busch- und Riedbock, Pferdeantilope, Hyäne, Leopard und Serval sind neben Kafferntrappe, Klunkerkranich, Stahlschwalbe, Brauengirlitz, Reichenowweber, Braunbrust- und Olivflankenrötel, Weißbrustalethe, Chapinfeinsänger, Füllebornwürger, Ruwenzorinachtschwalbe, Schwarzbrauen- und Njombezistensänger oft anzutreffen.

Sattelstorch (Ephippiorhynchus senegalensis)

6. – 7. Tag: Verschiedene Exkursionen führen uns in die abwechslungsreichen Biotope des Nyika NPs. Meist sehen wir bei unseren ausgiebigen Touren Gelbschnabel-ente, Augurbussard, Mohrenhabicht, Rotbauchsperber, Steppen- und Wiesenweihe, Schwarzbrust Schlangenadler, Kronenadler, Schwarzbauchtrappe, Trauerturteltaube, Maussegler, Bergbartvogel, Rotnackenlerche, Mönchsbuschdrossling, Bambusrohr- und Zimtbuschsänger, Zwerg- und Trauerzistensänger, Braungrasmücke, Weißkopf-, Angola- und Rötelschwalbe,.

8. Tag: Wir verlassen die grüne Hochebene und fahren nach Süden zum am Malawisee gelegenen Ort Chintheche. Unterwegs suchen wir nach dem seltenen Blauflügelrötel. Am Nachmittag Exkursion in einem Feuchtgebiet am See mit guten Chancen für Hammerkopf, Mohrenralle, Stahlflecktaube, Flaggennachtschwalbe, Bartgrassänger, Rotgesicht-Zistensänger, Porphyrnektarvogel, Oryx- und Weißstirnweber.

Steinbock (Raphicerus campestris)

9. Tag: Wir fahren am See entlang durch landwirtschaftliche Flächen und nutzen die Gelegenheit zu Beobachtungen längs des Weges an einigen Feuchtgebieten, bevor wir in der Nähe von Senga Bay das Südende des Sees erreichen. Die immer wasserführenden Sümpfe sind Lebensraum einiger bemerkenswerter Arten wie z.B. Schwalbenschwanzspint, Gabelracke, Trompeterhornvogel, Gelbstirn-Bartvogel, Streifenpieper. In der Nähe des Hotels beobachten wir Zwerggans, Rotflügel-Brachschwalbe, Sumpfschagra, usw..

10. – 11. Tag: Wir verlassen nun den Malawisee und fahren weiter nach Süden zu der alten Kolonialhauptstadt Zomba. Ziel ist das Zomba Bergplateau, mit einer gewaltigen Felsnase, die über 2.000 Meter hoch einen herrlichen Blick auf das Tal des Shire-Flusses bietet. Die Gebirgsmatten und Wälder sind die Heimat vieler attraktiver Vogelarten u.a. Maussegler, Weißohr-Bartvogel, Langschwanzstelze, Geradschwanzdrongo, Geierrabe, Lopesbuschsänger, Rotscheitel-Laubsänger, Berghaubenschnäpper und Augurbussard.

Blaßuhu (Bubo lacteus)

12. Tag: Heute fahren wir nach Norden und besuchen den 548 km² großen Liwonde National Park, zweifelsohne ein Highlight der Vogelbeobachtung auf dieser Reise. Der Park liegt auf der östlichen Ebene des oberen Shire-Tales und grenzt im Nordwesten an den Malombesee, der vom Shire-Fluss durchflossen wird. Der große Shire bildet die Westgrenze des Parks.
Ein breites Spektrum an Lebensräumen kennzeichnet diesen Park: weite Flußlandschaften mit Sümpfen, Galeriewäldern, Grassland und Mopane-Wälder. Der Park bietet einer Vielzahl von Säugern und Vögeln eine ungestörte Heimat, u.a. ist hier auch das einzige Vorkommen des Erdbeerköpfchens in Malawi.

Steinbock (Raphicerus campestris)

13. – 14. Tag: Bei verschiedenen Jeep- und Bootsfahrten besuchen wir die entlegensten Ecken des Parks. Wir suchen u.a. nach Braunbrust-Bartvogel, Weißrückenreiher, Rotbauchreiher, Langzehenkiebitz, Schreiseeadler, Malawiweber, Olivwürger, Füllebornnektarvogel, Schwarzkopf-Feinsänger, Spiegelfeinsänger, Schwarzente, Blaustirn-Blatthühnchen, Braunkopfliest, Bindenfischeule, Braunkopfpapagei, Böhmspint, Spatelracke, Braunbrust-Bartvogel, Riesen-, Grau- und Haubenzwergfischer, Schopf­adler, Oliventaube, Livingstone Turako, usw..

15. Tag: Rückfahrt nach Lilongwe mit kurzen Stopps zur Vogelbeobachtung. Am Abend Rückflug nach Deutschland.

16. Tag: Ankunft in Deutschland.

 

Teilnehmer: maximal 12, minimal 8 Personen

 

 

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Übernachtung in Hotels mit DU/WC
  • Vollpension Halbpension  Frühstück
  • mittags Lunchpakete
  • Fahrt- und Führungskosten
  • Bootstouren so wie im Reiseplan aufgeführt
  • deutschsprachige ornithologische Reiseleitung
  • örtliche englischsprachige ornithologische Reiseleitung
  • Genehmigungen
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

Buchungsanfrage

Sehr gute Unterkünfte, oft in den Parks oder am Wasser gelegen, sind ein weiteres Highlight dieser Tour.

 
 
 
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