Kirgisistan

Diese Reise ist derzeit nicht in unserem Programm, kann aber für kleine Gruppen (ab zwei Personen) organisiert werden. Wenn Sie an der Tour interessiert sind, sagen Sie uns Bescheid. Sobald sich genügend Interessenten gemeldet haben, werden wir die Tour für Sie gerne organisieren.

Im zentralen Tien-Shan

Wüsten und Steppen prägen Mittelasiens Natur. Wie eine Oase inmitten dieser wasserarmen Landschaft wirkt das Tien-Shan-Gebirge mit dem im Zentrum gelegenen Issyk-Kul-See. Er ist mit seinen 180 km Länge und 60 km Breite der zweitgrößte Hochgebirgssee der Welt. Der Seespiegel liegt auf einer Höhe von 1.600 m und wird umrahmt von Gebirgszügen, die bis auf über 7.400 Meter ansteigen. Beginnend am Seeufer finden sich alle Großlandschaften in vertikaler Zonierung: Wüste, Halbwüste, Steppen, montane Wiesen und Wälder, subalpine und alpine Matten, Schneefelder und Gletscher, die man – motorisiert – alle innerhalb von 4 Stunden erleben kann. Sie geben den Lebensraum für viele bedrohte Tierarten, von denen Schneeleopard, Marco-Polo-Schaf und Ibisschnabel die bekanntesten sind. Von den 1.500 Pflanzenarten kommt ein Großteil nur hier vor. Die traditionelle Kultur der Kirgisen hat bis in die Gegenwart überlebt. Ein Teil der Familie zieht im Sommer mit Jurte und Vieh in die Berge, um die saftigen Sommerweiden bis zu einer Höhe von 3.800 m zu nutzen.

Rotschwanzwürger (Lanius phoenicuroides)

Die Tour führt uns von der Steppenzone in 600 Metern Höhe bis hinauf auf über 3.400 Meter hohe Pässe und erfasst etwa 70 % der kirgisischen Brutvögel. Die Unterbringung in Jurten und das weitgehende Fehlen von Elektrizität gibt der Reise gleichermassen einen Hauch von Abenteuer und Romantik.

1. Tag: Flug von Frankfurt nach Bischkek.

2. Tag: Landung in Bischkek, Transfer nach Alamedin (Jurten, 1.300 m über Meeresspiegel). Nachmittags Spaziergang »vor die Haustür«. Wir beobachten dabei die typischen Brutvögel der Umgebung wie Braunkopfammer, Nachtigall, Blauracke, Bienenfresser, Wiedehopf, evtl. Alpensegler und Kalanderlerche. Ausserdem kommen regelmässig Rötelschwalbe, Graukopfstieglitz, Rosenstar, Palmtaube, Schwarzstirn- und Isabellwürger sowie Zwergohreule vor.

Tienschan-Laubsänger (Phylloscopus humei)

3. Tag: Exkursion in die Ala-Artscha Schlucht, sie ist eine der schönsten im Tschui-Gebiet. Bei einer Wanderung entlang eines Flusses können Flusswasseramsel und Rotstirngirlitz gesehen werden. Beim Aufstieg durch kleine Tien-Shan-Fichtenwälder sind oft Purpurpfeifdrossel, Fichtenmeise, Sprosserrotschwanz, Blaukopfrotschwanz, Wacholderkernbeisser, Karmingimpel, Günlaubsänger und Schwarzkehlbraunell zu beobachten. In größerer Höhe werden die Fichten durch Wacholderbüsche ersetzt und gehen dann in alpine Wiesen über (Bergrubinkehlchen, Purpurhähnchen, Tien-Shan-Laubsänger, Rosenmantelgimpel, Schneegeier und Steinadler).

4. Tag: Früh morgens besuchen wir kleine Fisch- und Klärteiche inmitten der Steppenzone. U.a. Vögel der Steppen- und Kulturzone (Schachwürger, Weidensperling, Schwarzstirnwürger, Pirol) und andererseits Wasservögel (Eisvogel, Stelzenläufer, Nachtreiher, Zwergdommel, Rotflügel-Brachschwalbe, Moorente, Drossel-, Teich-, und Stentorohrsänger). Je nach Jahreszeit, Wetterlage und Wasserstand können ausserdem Zwerg-, Raub- und Lachseeschwalbe, Kleines Sumpfhuhn, Teichwasserläufer, Kampfläufer und mit Glück Löffler und Mariskensänger erwartet werden. Auf dem Rückweg kurzer Stadtbummel. Nachmittags Exkursion am Camp.

Sperber (Accipiter nisus)

5. Tag: Nach dem Frühstück besuchen wir ein Flußtal, hier brüten Steinrötel, Blaumerle, Purpurpfeifdrossel und mit Glück finden wir auch die Stewardammer. Anschliessend Fahrt durch das Tschui-Tal, die Boom-Schlucht und weiter entlang des Nordufers des Issyk-Kul. Die Unterkunft liegt an einem kleinen Teich auf einer Orchideenwiese (1.620 NN), die im Juni in vollster Pracht steht. Direkt neben den Jurten sind Streifenschwirl, Spornpieper, in den dichten Sanddorngebüschen und auf den Wiesen Bekassine und Wachtelkönig regelmässige Brutvögel.

6. Tag: Exkursion am Seeufer (u.a. Meenataube, Zitronenstelze, Karmingimpel, Seidensänger und Sperbergrasmücke). Nur 45 Minuten von der Station entfernt befindet sich das Rehabilitationszentrum des NABU-Schneeleopardenprojektes. Ein Ausflug dorthin ist für NABU-Mitglieder und Schneeleoparden-Paten möglich.

Bergrubinkehlchen (Luscinia pectoralis)

7. Tag: Ausflug nach Orto-Baisoron. Die klimatischen und landschaftlichen Bedingungen sind ähnlich wie in Ala-Artscha: Fichtenwälder, Birkenpflanzungen, Wacholdergebüsche, am Fluss entlang kleine Auenwälder, weiter höher subalpine und alpine Matten. Je nach Wetterlage möglicherweise Übernachtung auf 2.400 m in Jurten. Im Vorgebirge kommen Zippammer, Rotstirngirlitz und Isabellsteinschmätzer häufig vor. Weiter oben werden meist Tien-Shan- und Grünlaubsänger, Weiden- und Tannenmeise, Blaukopf- und Sprosserrotschwanz, Wasseramsel, Bergrubinkehlchen, Wacholderkernbeisser, Tannenhäher, Bartgeier, Falkenbussard, Zwergadler, Steinadler, Schwarzkehl- und Fahlbraunelle gesehen. Zeitweise wurde ein Ibisschnabelpaar in unmittelbarer Nähe des Lagers beobachtet.

8. Tag: Ausgiebige Wanderungen im Tschon Ak Suu Tal, u.a. Sprosserrotschwanz, Weiden- und Tannenmeise, Rotstirngirlitz, Alpendohle, Merlin, Schneegeier und mit etwas Glück Himalayakönigshuhn und Berggimpel.

Himalayabraunelle (Prunella himalayana)

9. Tag: Fahrt zum Westufer des Issyk-Kul. Charakteristische Brutvögel in diesem Lager sind Seidensänger, Meenataube und Eibischgrasmücke. Während des Ausfluges in der höher gelegenen Trockensteppe und Halbwüste des Küngei-Alatoo beobachten wir Wüstengrasmücke, Steppenflughuhn, Steinortolan, Steinrötel und eventuell auch Mongolengimpel.

10. Tag: In einem Hochtal des Terskei-Alatoos am Südufer des Issyk-Kul versuchen wir, den Ibisschnabel zu finden. Von hier aus geht es weiter in Richtung Naryn. Übernachtung in der Stadt (Wohnung o. Hotel). Auf dem Weg wurden auch schon Mauerläufer und Himalayakönigshuhn beobachtet.

11. Tag: Entlang des grossen Flusses fahren wir im Naryn-Tal (mit etwas Glück Rötelfalke und Schmutzgeier), weiter durch Ak-Tala zum Son-Köl Pass. Typische Arten sind Felsenschwalbe, Purpurpfeifdrossel, Fichtenmeise und Mauerläufer.

Schneefink (Montifringilla nivalis)

12. + 13. Tag: Der Son-Köl ist einer von 3 Hochgebirgsseen in Kirgisistan, dessen Seespiegel auf 3.000 m Höhe liegt. Trotz seiner 33 km Länge und 17 km Breite ist der See nur 13 m tief, da er in eine flache Hochebene eingebettet ist. Die Umgebung der Jurtensiedlung ist eine Hochgebirgs-Kältesteppe, die weitläufig und sanft hügelig ist. Verschiedene Exkursionen führen uns zum Ufer des Son-Köl, sehr oft werden Mongolenregenpfeifer, Ohrentaucher (glaziales Reliktvorkommen), Streifengans, Fisch- und Mongolenmöwe, Jungfernkranich, Schwarzstorch, Ohrenlerche, Temminck-, Zwerg-, Sichel- und evtl. auch Langzehenstrandläufer, Terek- und Teichwasserläufer, Lachseeschwalbe sowie verschiedene Entenarten gesehen.
Bei Exkursionen zum 32-Serpentinen-Pass werden oft Schnee-, Gänse-, Mönchs- und Bartgeier, Merlin, Schneefink, Waldschneegimpel, Mattenschneegimpel, Felsenlaubsänger, Alpenbraunelle und Riesenrotschwanz mit Glück aber auch Saker- und Wanderfalke beobachtet.
 
14. Tag: Rückfahrt zur Station Alamedin mit kurzen Exkursionen im Tölök-Tal: Bergrubinkehlchen, Mongolengimpel, Bergpieper, Rotflügelgimpel.

15. Tag: Fahrt nach Bischkek, wenn noch Zeit ist, besuchen wir den Basar. Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt.

 

 

Teilnehmer: maximal 12, minimal 8 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Übernachtung z.T. in Hotels mit DU/WC
  • Übernachtung meist in Jurten
  • Vollpension
  • mittags Lunchpakete
  • Fahrt- und Führungskosten
  • deutschsprachige ornithologische Reiseleitung
  • örtliche englischsprachige ornithologische Reiseleitung
  • Genehmigungen
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

Buchungsanfrage

Besondere Witterungsverhältnisse und dadurch bedingte Programmänderungen sind vorbehalten.
Einzelzimmer kann nicht überall garantiert werden.

 
 
 
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