Israel – Frühjahr

Diese Reise ist derzeit nicht in unserem Programm, kann aber für kleine Gruppen (ab zwei Personen) organisiert werden. Wenn Sie an der Tour interessiert sind, sagen Sie uns Bescheid. Sobald sich genügend Interessenten gemeldet haben, werden wir die Tour für Sie gerne organisieren.

16-tägige Rundreise

Nicht nur aus kulturhistorischer Sicht gehört Israel zu den interessantesten Reiseländern des Nahen Ostens, auch Naurfreunde kommen voll auf ihre Kosten. Trotz seiner geringen Größe zeichnet sich das Land durch eine ungewöhnliche landschaftliche Vielfalt aus. Das landschaftliche Spektrum reicht von den Stränden und Lagunen am Rand des Mittelmeeres und dem daran anschließenden Küstenbergland mit üppiger mediterraner Vegetation bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln des Mount Hermon und den grandiosen, menschenleeren Wüstenlandschaften am Toten Meer und im Negev. Die große Vielfalt an Lebensräumen auf kleinem Raum und die Lage an der Schnittstelle zwischen europäischer, orientalischer und afrikanischer Faunen- und Florenregion bedingen einen ungewöhnlichen Artenreichtum. Diese Vielfalt ist in vorbildlicher Weise in mehr als 300 Schutzgebieten gesichert. Während der Zugzeiten ziehen zudem Millionen Vögel aus Europa und Asien durch das „Gelobte Land“ und machen Israel zum wohl spektakulärsten Ort für Vogelbeobachtungen in der westlichen Paläarktis. Binnen zweier Wochen lassen sich während der Zugzeit mit Leichtigkeit mehr als 200 Vogelarten beobachten. Neben zahllosen Kleinvögeln, die zur Rast in Kibbuzfelder und Oasen inmitten der Wüste einfallen, sind es vor allem die gewaltigen Konzentrationen abertausender ziehender Störche und Greifvögel über dem Afro-Syrischen Grabenbruch, die jeden Naturfreund in Begeisterung versetzen. Nicht weniger beeindruckend sind die großen Ansammlungen von rastenden und durchziehenden Pelikanen, Reihern, Enten und seltenen Laro-Limikolen in den zahlreichen Fischteichgebieten Nordisraels.
Daß die Kultur bei unserer Reise nicht zu kurz kommt, entnehmen Sie dem nachfolgenden Programm. Zwischen unseren Exkursionen besteht immer wieder die Möglichkeit, kulturhistorisch interessante Stätten zu besuchen.

Bienenfresser (Merops apiaster)

1. Tag: Flug von Frankfurt nach Tel Aviv, anschließend Transfer nach Ma´gan Michael, südlich von Haifa, wo wir die nächsten 4 Tage übernachten.

2. Tag: Morgens Fahrt in eine Fischzuchtanlage bei Ma´gan Michael, am Mittelmeer gelegen. Bei einer ersten Exkursion in das Teichgebiet gewinnen wir einen Einblick in die überwältigende Vielfalt der hier brütenden und rastenden Arten. Neben Spornkiebitz, Braunliest, Graufischer, Seiden-, Kuh-, Rallen- und vor allem Nachtreiher, Dünnschnabel-, Armenier-, Schwarzkopf- und Zwergmöwe kommen hier noch Jerichonektarvogel und Graubülbül vor. Mit etwas Glück können wir die seltene Fischmöwe beobachten. Unter den Säugern ist das Ichneumon am häufigsten anzutreffen. Auf Ästen, die ins Wasser ragen, sonnen sich Sumpfschildkröten. Nachmittags Wanderung entlang eines Kanals zur felsigen Mitelmeerküste, wo seltene Limikolen (Wüstenregenpfeifer) bei der Nahrungssuche beobachtet werden können.

Rallenreiher (Ardeola ralloides)

3. Tag: Fahrt zu den Fischteichen bei Nasholim mit zahlreichen Seiden-, Nacht- und Purpurreihern, Löffel-, Schnatter-, Krick-, Tafel- und Reiherenten, Rot- und Grünschenkeln, Alpenstrandläufern, usw. Beobachtungen an der landschaftlich äußerst reizvollen Mittelmeerküste.

4. Tag: Fahrt durch die prächtige mediterrane Vegetation des Karmel-Gebirges. Anschließend Exkursion am See Genezareth, im Mündungsgebiet des Jordans. Neben zahlreichen Braunliesten und Graufischern lassen sich hier regelmäßig Häherkuckuck, Halsbandfrankolin und Stentorrohrsänger beobachten. Weiterfahrt zur Gambla-Schlucht, hier u.a. Habichtsadler und Gänsegeier. Übernachtung in Tiberias.

5. Tag: Besuch des Hula Reservates, eines Sumpf- und Teichgebietes mit den nördlichsten Papyrusbeständen der Welt. Große Ansammlungen von Rosapelikanen, Reihern und Enten bevölkern die Wasserflächen. Die seltene Marmelente und der Seeadler sind in Israel nur hier anzutreffen. Danach Weiterfahrt zum Mount Hermon (Fahrt zur Gipfelstation fakultativ möglich). Hier besteht die Möglichkeit, Zederngirlitz, Zippammer und Felsenkleiber zu beobachten. Rückfahrt über die Golanhöhen.

Stelzenläufer (Himantopus himantopus)

6. Tag: Fahrt, dem Jordantal folgend, über Jericho zum Toten Meer. Wer möchte, kann Tel E Sultan (Reste der Stadtmauer von Alt-Jericho) bei Jericho besichtigen (fakultativ). Während der Fahrt Exkursionen in Kibbuz­feldern, Dattelpalmenhainen und Wadis der Judäischen Wüste. Danach kann im Toten Meer gebadet werden. Am späten Abend Nachtexkursion, um den Fahlkauz zu sehen oder zu hören.

7. Tag: Wanderung ab Ein Gedi zum Wadi Arugot, vorbei an der Davids Quelle und den Wasserfällen im NSG. An den steilen Felswänden sind Nubische Steinböcke, Wüsten- und Borstenraben zu beobachten; in den Wadis Arabische Wüstenhühner und Graudroßlinge.

8. Tag: Weiterfahrt nach Eilat mit Zwischstopps an interessanten Wadis. Mit etwas Glück sehen wir während der Fahrt Dorkasgazellen. In Eilat werden wir die nächsten 3 Tage verbringen.

Steppenadler (Steppe Eagle) (Aquila nipalensis)

9. Tag: Den Vormittag über halten wir uns in den Bergen am Rande der Negev-Wüste auf, um den Vogelzug zu beobachten; Falken-, Adler- und Wespenbussard, Steppen-, Kaiser-, Schrei-, Zwerg-, Schlangen- und Fischadler. Über 1 Mio. Greifvögel wurden in den letzten Jahren während des Frühjahrszuges gezählt. Nachmittags zu den Salzteichen bei Eilat.

10. Tag: Frühexkursion im Arava-Tal in der Nähe der berühmten Lerchenmeile bei Km 33. Neben Wüstenläufer-, Stein- und Sandlerche lassen sich hier mit etwas Glück auch Wüstensteinschmätzer und Rennvogel entdecken. Danach zum Greifvogelzug in die Berge.

Wüstengimpel (Bucanetes githagineus)

11. Tag: Morgens zu einem Palmenhain nördlich von Eilat; Palmtaube, Moab- und Weidensperling, Smaragdspint sind hier ständig anzutreffen. In den schilfbestandenen Wassergräben können Schilf-, Teich-, Sumpf- und Drosselrohrsänger, Zwerg- und Kleines Sumpfhuhn, Wasserralle und Teichhuhn beobachtet werden. Am Nachmittag besichtigen wir das Unterwasser-Observatorium südlich von Eilat.

Wüstengimpel (Bucanetes githagineus)

Streifenprinie (Prinia gracilis)

12. Tag: Nachdem wir am Vormittag noch einmal den Greifvogelzug beobachtet haben, führt unsere Route quer durch die Negev-Wüste nach Arad. Am Ramon Krater, dem größten Naturschutzgebiet Israels, werden wir eine Pause machen und kleinere Exkursionen unternehmen (u.a. Schwarzrückensteinschmätzer und Wüstengimpel).

13. Tag: Morgens Exkursion in der Nähe der ägyptischen Grenze bei Nizzana; neben 4 Flughuhnarten an einer Tränke können hier regelmäßig Kragentrappe, Rennvogel, Weißflügelgimpel, Schwarzrückensteinschmätzer und Stummellerche beobachtet werden.

14. Tag: Nach dem Frühstück Besuch von Massada über die Rampe der römischen Belagerer; hier aus nächster Nähe Gänsegeier, Wüstenfalke, Borstenrabe und Tristramstar. Danach zu den Ruinen Tel Arad; hier u.a. Langschnabelpieper. Weiterfahrt nach Jerusalem, während der Fahrt kurze Stopps an interessanten Stellen. Übernachtung in Jerusalem.

15. Tag: Besichtigungen in Betlehem und Jerusalem.

16. Tag: Transfer nach Tel Aviv. Rückflug nach Frankfurt.
 

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Teilnehmer: maximal 7, minimal 6 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Übernachtung in Hotels mit DU/WC
  • Halbpension
  • Fahrt- und Führungskosten
  • deutschsprachige ornithologische Reiseleitung
  • Genehmigungen
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

Buchungsanfrage

Bei dieser Reise sind wegen der politischen Lage Programmänderungen vorbehalten. Die Wanderung von Ein Gedi zum Wadi Arugot ist sehr anstrengend. Man muß schwindelfrei sein und gutes Schuhwerk tragen. Die Teilnehmer, die diese Wanderung nicht mitmachen können, fahren mit dem Bus zum Wadi Arugot und treffen dann wieder auf die andere Gruppe.

 
 
 
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