China – Schneeleopard

Seltene Säuger und Vögel auf dem Dach der Welt

Auf dieser Reise suchen wir nicht nur nach den einzigartigen Vogelarten des tibetischen Hochplateaus, sondern haben auch vor allem eine sehr gute Chance auf eine hautnahe Begegnung mit dem Schneeleoparden. Neben einer außerordentlichen Zahl großer Säuger wie dem Wilden Yak, dem Tibetesel (Kiang), der Tibetantilope, dem Argali und dem Blauschaf, konnten in den karg besiedelten Gebieten des tibetischen Hochlandes auch große Raubtiere wie der Schneeleopard, Leopard oder Wolf ihre Stellung behaupten, und können hier inmitten von atemberaubenden Landschaften angetroffen werden.
Um uns an die dünne Luft in Höhen bis zu 5.000 NN langsam zu gewöhnen, starten wir bei 2.200 m Höhe in Xining, der  Provinzhauptstadt Qinghai´s, und arbeiten uns langsam in höhere Lagen vor.
Unsere ersten Ziele sind die teils halbwüstenähnlichen Regionen um den Qinghai See, wo noch die letzten Przewalski Gazellen zu finden sind, und ein nahegelegenes Forstreservat. Weiter fahren wir duch endlose Halbwüsten- und Steppen-Landschaften Richtung Westen zum Qangtang Reservat, in dem der verschollen geglaubte Sillem´s Rosefinch kürzlich wiederentdeckt wurde.

Blauschaf (Pseudois nayaur)

Von den kargen und weiten Steppen des Qangtang schlängeln wir uns nun zu unserem letztem Reiseziel: Der tibetischen Kulturprovinz‘ Kham, die mit ihren zerklüfteten Gebirgen und saftigen Bergalmen für spektakuäre Abwechslung sorgt. Die grünen Berghänge sind nicht nur Lebensgrundlage für die tibetischen Nomadenstämme mit ihren Yakherden, sondern auch für Blauschaf, Weißlippenhirsch und MacNeills Hirsch. Diese wiederum sind die Hauptbeutetiere des Schneeleoparden, den wir in diesem Gebiet in den letzten fünf Tagen suchen werden. Wir haben aber auch gute Chancen auf weitere Großkatzen wie Leopard und Luchs, die hier nach Moschushirsch, Wollhase und Serau jagen. Meist werden in diesen Tagen auch Schwarzhalskranich, Ibisschnabel, Würgfalke, Rostkehl-Keilschwanzhuhn, Tibetkönigshuhn, Tibetammer, Mauerläufer und Koslowhäherling beobachtet.
Um mit dem Schneeleoparden auf Tuchfühlung zu bleiben, werden wir bei tibetischen Nomadenfamilien übernachten müssen. Diese Unterkünfte können recht provisorisch sein und beispielsweise nur aus einem einfachen Zelt oder Schuppen bestehen. Andererseits bieten sie aber einen äußerst authentischen Blick in das alltägliche Leben der tibetischen Nomaden. Von hier aus werden wir Tagesausflüge – entweder zu Fuß oder motorisiert – unternehmen, um an einschlägigen Stellen, Felsblöcken und Geröllhalden, nach unseren ‚Helden‘ zu suchen.
Nach fünf ereignisreichen Tagen in der Wildnis kehren wir nun zurück in die Zivilisation und freuen uns auf ein Hotel mit Dusche. Von Yushu geht es dann am nächsten Tag über Chengdu direkt zurück nach Frankfurt.

Weißer Ohrfasan (Crossoptilon crossoptilon)

1. Tag: Abflug von Frankfurt.

2. Tag: Ankunft in China und Weiterflug nach Xining, Transfer ins Hotel (2.300 NN).
Nachmittags werden wir noch einen kleinen Ausflug am Stadtrand Xinings unternehmen, auf dem wir uns mit der hiesigen Vogelwelt ein wenig vertraut machen können. Dem Przewalski Steinhuhn, Fahlgimpel oder der Fichtenammer gebühren dabei besonderes Augenvermerk.

3. Tag: Etwa anderthalb Stunden dauert die Fahrt zum Huzhu Forest Park, ein Nadelwaldgebiet, in dem wir nach Silberkehl Schwanzmeise, Sichuan Meise, Lasurmeise, dem Chinakleiber und dem Przewalski Kleiber Ausschau halten. Mit ein wenig Glück bekommen wir auch Hühnervögel wie den Blauen Ohrfasan, Steinhühner, den Moschushirschen oder das Sibirische Reh zu Gesicht. Um uns langsam an die dünne Luft zu gewöhnen, bleiben wir noch eine Nacht in Xining.

Tibetmeise (Pseudopodoces humilis) Ground Tit

4. Tag: Heute erkunden wir das Nord- und Ostufer des Qinghai See (Koko Nor), nachdem die chinesische Provinz Qinghai benannt ist. In der recht trockenen, ja teils schon wüstenähnlichen Region um den See, treffen wir meist auf Isabellsteinschmätzer, Tibetmeise, Mongolenlerche, Sumpflerche, Ohrenlerche und Kleine Feldlerche. Aber auch an Wasservögeln, wie der Streifengans oder der Fischmöwe wird es nicht mangeln, die mehrere Kolonien um den See haben. Von den Säugern in dieser Region hat die, bis auf wenige hundert Exemplare dezimierte Przewalski Gazelle eine große Bedeutung. Übernachtet wird in der Kreisstadt Gonghe, südöstlich des Sees (2.900 NN).

5. Tag: Weiter geht es Richtung Süden, durch karges und nur gering bewirtschaftetes Land, wo wir nach kurzer Fahrt schon anfangen werden, nach Pallas Katze und Tibetfuchs Ausschau zu halten. Beide gehen gerne in den Kolonien der weitverbreiteten Schwarzlippen-Pfeifhasen auf Jagd, in denen meist auch Mongolengimpel, Weißflügelgimpel, Mongolenlerche, Gebirgsgimpel und Berggimpel nach Nahrung suchen. Übernachten werden wir in Wenquan (3.450 NN) oder Xinghai (3.300 NN).

Weißbürzel-Erdsperling (Pyrgilauda taczanowskii)

6. Tag: Heute heißt es früh aufstehen, denn wir wollen die gute Chance auf die Pallas Katze nicht verpassen, und haben danach noch eine lange Fahrt vor uns. Auf dem bis dahin höchsten Punkt der Reise, dem Ngola Pass (4.500 NN) werden wir auch nach dem Roborowskigimpel, Tibetflughuhn, Stummellerche, u.a. suchen. Wenn wir genug vom Wind und der dünnen Luft haben, kehren wir um und machen uns auf den Weg gen Westen, in wirkliche Wüste. In der Stadt Chaka, nahe des Chaka Salzsees (3.100 NN), kehren wir ein.

7. Tag: Heute erwartet uns der sogenannte Rubber Mountain mit seinen vielen ornithologischen Kostbarkeiten: Alaschanrotschwanz, Himalayakönigshuhn, Steppenflughuhn, Rosenschwanz, Daviderdsperling, Tibetschneesperling, Fahlbraunelle, Rostbrustbraunelle, Isabellsteinschmätzer und Wüstensteinschmätzer können hier gefunden werden. Außerdem bestehen gute Chancen, den Asiatischen Dachs, Rennmäuse und Pferdespringer, Gansu Wapiti und die seltene Kropfgazelle zu Gesicht zu bekommen. Übernachtung in der Stadt Dulan auf 3.200 NN Höhe.

Tibetantilope (Pantholops hodgsonii) Tschiru

8. Tag: Der nächste Tag ist besonders gut angepassten Wüstenbewohnern gewidmet, wie z.B. dem Mongolenhäher, Isabellwürger, Tarimgrasmücke oder der Kropfgazelle. Entlang und durch das grotesk wirkende Qaidam Becken gelangen wir schließlich nach Golmud (2.800 NN), wo wir neben grünen Parkanlagen auch auf die höchstgelegene Eisenbahnstrecke der Welt treffen werden.

9. Tag: Von Golmud aus überschreiten wir heute das Kunlun Gebirge, an dessen Südseite sich die schier unendlichen Steppen des Qangtang Reservat erstrecken. Hier finden das Wilde Yak, Tibetantilope, Argali (Riesenwildschaf) und der Tibet-Wildesel noch ausreichend Rückzugsraum. Der als lange verschollen geglaubte Sillem´s Rosefinch wurde hier kürzlich wiederentdeckt und kann mit entsprechenden Mühen und Glück auch beobachtet werden. Übernachtet wird in einem Fernfahrermotel in Budongquan: unsere höchstgelegene Übernachtung (4.600 NN).

Rothals-Erdsperling (Pyrgilauda ruficollis)

10. Tag: Den Morgen verbringen wir noch am Rande des Qangtang Reservates und suchen nach Blanforderdsperling, Kurzflügelrotschwanz und Roborowskigimpel. Bevor wir uns von den kalten Steppen des Qangtang verabschieden, können wir uns noch an den Antilopen– und Gazellenherden und den Zuckerhüten des Kunlun sattsehen. Während der Fahrt nach Qumarleb hoffen wir noch auf die eine oder andere Beobachtung von Argali, Tibetesel, Tibetraubwürger oder Tibetflughuhn. Übernachtung in Qumarleb (4.200 NN).

11. Tag: Heute schlängeln wir uns durch die weiten Täler des Khams und des Longbao NSG unserem letzten Reiseziel entgegen. Die tibetische ‚Kulturprovinz‘ Kham sorgt mit ihren zerklüfteten Gebirgen und saftigen Bergalmen für spektakuäre Abwechslung. Die grünen Berghänge sind nicht nur Lebensgrundlage für die tibetischen Nomadenstämme mit ihren Yakherden, sondern auch für Blauschaf, Weißlippenhirsch und MacNeills Hirsch. Diese wiederum sind Hauptbeutetiere unseres gesuchten Schneeleoparden! Unterwegs halten wir Ausschau nach Schwarzhalskranich, Ibisschnabel, Würgfalke und Pallas Katze. Abends kehren wir bei einer tibetischen Nomadenfamilie (4.100 NN – 4.300 NN) ein, wo wir auch für die nächsten Tage untergebracht sein werden.

Schneeleopard oder Irbis (Panthera uncia)

12. – 15.Tag: Unsere Zeit im Gebiet des Schneeleoparden ist für insgesamt vier Tage und vier Nächte veranschlagt. Um mit dem Schneeleoparden auf Tuchfühlung zu bleiben, müssen wir bei Gastfamilien übernachten. Diese Unterkünfte können recht provisorisch sein und beispielsweise nur aus einem einfachen Zelt oder Schuppen bestehen. Andererseits bieten sie aber einen äußerst authentischen Blick in das alltägliche Leben der tibetischen Nomaden. Von hier aus werden wir Tagesausflüge – entweder zu Fuß oder motorisiert – unternehmen, um an einschlägigen Stellen, Felsblöcken und Geröllhalden, nach unseren ‚Helden‘ zu suchen.
Unterhalb der Baumgrenze haben wir aber auch gute Chancen auf Leopard und Luchs, aber auch Moschushirsch, Wollhase und Serau zählen zu den Highlights. Wir suchen nach Ibisschnabel, Rostkehl-Keilschwanzhuhn, Tibetkönigshuhn, Tibetammer, Mauerläufer und Koslowhäherling, die auch in diesem Gebiet brüten.

Schwarzlippige Pfeifhasen (Ochotona curzoniae)

Nach fünf ereignisreichen Tagen in der Wildnis kehren wir nun zurück in die Zivilisation und freuen uns in der Kreisstadt Yushu (3.700 NN) auf ein Hotel mit Dusche.

16. Tag: Am Morgen suchen wir noch in der Nähe der Stadt nach Wasseramseln, Tibetrebhühnern oder noch anderen fehlenden Arten.
Am Vormittag fahren wir zum Flughafen und fliegen zurück nach Deutschland, wo wir am

17. Tag: landen werden.

 

 

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Teilnehmer: 3 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Übernachtung meist in Hotels mit DU/WC
  • Mehrbettzimmer in Budongquan ohne DU/WC
  • 4 Nächte bei tibetischen Nomaden mit Buschtoilette
  • Vollpension
  • mittags Lunchpakete
  • Fahrt- und Führungskosten
  • deutschsprachige ornithologische Reiseleitung
  • Genehmigungen
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

Buchungsanfrage

Die Unterkünfte bei den Familien im Kham sind sehr einfach und haben meist keine Dusche und WC.
In Budongquan schlafen wir in Mehrbettzimmern und in den 4 Nächten im Kham Gebirge sind  keine Einzelzimmer möglich.

 
 
 
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