Borneo

Der Bundesstaat Sabah zählt zu den Hotspots der Vogelbeobachter

Nach einer gelungen Vortour 2015 haben wir uns entschlossen, Borneo in unser Programm aufzunehmen. Borneo gilt als einer der Hotspots dieser Erde mit 662 Vogelarten, darunter über 50 Endemiten. Die Insel ist ein fantastisches Ziel, um einen Teil der asiatischen Vogelwelt näher kennenzulernen. Im malaiischen Bundesstaat Sabah, im Nordosten der Insel, besuchen wir verschiedene Schutzgebiete. Sie zählen zu den besten Beobachtungsgebieten in Asien. Bei unserer Tour erkunden wir die verschiedensten Ökosysteme des Landes, vom über 4.000 Meter hohen Mount Kinabalu mit seiner artenreichen Fauna und Flora und vielen endemischen Arten, bis zum ältesten Tieflandregenwald der Welt im Danum Valley. Eines der bekanntesten Gebiete ist das Rafflesis Forest Reservat, nach dem die Pflanze mit der weltweit größten Blüte (Rafflesia arnoldii) benannt ist. Ein weiteres Schauspiel ist die Gomantong-Höhle, in der über eine Million Salanganen brüten. Wir besuchen eine Auffangstation für Orang-Utans sowie einen nahe liegenden Baumwipfelpfad, von dem aus man einen einmaligen Einblick ins Treiben hoch oben in den Baumkronen bekommt.

1. Tag: Flug von Deutschland zum Nordost-Zipfel von Malaysia auf die Insel Borneo.

2. Tag: Ankunft in Kota Kinabalu, der Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah. Je nach Ankunftszeit machen wir eine kurze Exkursion, bevor wir ins Hotel fahren.

Kellenschnabel-Breitrachen (Cymbirhynchus macrorhynchos) D. Rudolf

3. Tag: Morgens fahren wir zum Rafflesia Reserve in der Crocker Mountain Range. Hier suchen wir neben der Raflesia, die weltweit die größte Blüte hat, nach Borneo-Goldbrustbülbül, Kinabalublattvogel, Schwarzkehlbartvogel, Bartvogel und Borneobartvogel, Bergschlangenweihe, Kastanienkappenhäherling, Borneobuschwachtel, Rotkopfwachtel, Schwarzkehl-Breitrachen, Borneobaumelster, Vulkanbuschsänger, Schieferhäherling, Sudanpfeifdrossel, Zwergbrillenvogel, Strichelbrustjäger und Bergspinnenjäger, Malaienfächerschwanz, Fahlbauchfruchttaube, Augenstreifenbülbül, Kleine Kuckuckstaube, Prachtbartvogel, Graudrongo, Rotschwanzschneidervogel, Traueradler und dem Fruchtpicker. Am Nachmittag fahren wir dann weiter zum Kinabalu National Park.

4. – 7. Tag: In den nächsten Tagen erkunden wir die verschiedenen Vegetationsstufen des Mount Kinabalu. Der Tieflandregenwald wird in 1.200 Meter Höhe abgelöst vom Bergregenwald mit seinen ausgedehnten Eichenwäldern und Kastanienwäldern. Hier werden viele endemische und für Borneo seltene Arten wie Borneobuschwachtel und Rotkopfwachtel, Bergschlangenweihe, Graubrusttrogon, Kahlkopfhäherling, Schieferhäherling und Rotstirnhäherling, Jagdelster, Graukehlmenningvogel, Rostbauchbülbül, Temmincknektarvogel, Blasskehltimalie, Gelbbauchlaubsänger und Südseelaubsänger, Borneostutzschwanz, Linchisalangane, Buschelster, Everettdrossel sowie verschiedene Arten von Spinnenjäger, Breitrachen und Trongo erwartet. In höheren Lagen finden wir viele mit Flechten und Kannenpflanzen überwachsene Rhododendronarten, die ab 3.000 Meter durch Büsche ersetzt werden und ab 3.500 Meter suchen wir in den Büschen der alpinen Matten nach Borneobuschsänger, Schwarzring-Brillenvogel und Gelbwangenbülbül.

Warzenkopf (Pityriasis gymnocephala)
D. Rudolf

Eine Tagesexkursion führt uns zum Poring Hot Spring. Hier haben wir gute Chancen, Blaubauchpitta und ‚Bornean‘ Bindenpitta sowie die schwierig zu findenden endemischen Fleckenflügel-Breitrachen zu sehen, aber auch Perlhals-Buschtimalie, Weißschwanz-Blauschnäpper, Bambuslaubsänger und mit etwas Glück die Rostkappendrossel.

8. Tag: Wir besuchen das im Tieflandregenwald gelegene Sepilok Forest Reservat mit seinem einzigartigen Orang-Utan-Center. Durch die Schutzmaßnahmen für einen Teil der letzten in freier Wildbahn lebenden Orang-Utans, findet man hier noch sehr ursprüngliche Regenwälder. Das Highlight in diesem Gebiet ist ein Baumwipfelpfad, von dem man die besten Beobachtungsmöglichkeiten für Eisvögel, Granatpitta und den einzigartigen Warzenkopf hat. Bei einer abendlichen Wanderung hoffen wir auf Riesengleithörnchen und andere nachtaktive Arten.

Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus)
D. Rudolf

9. Tag: Wir besuchen die Gomantong-Höhlen, in deren verzweigtem Höhlensystem über eine Million Fledermäuse den Tag verschlafen. Bekannt sind die Höhlen aber vorwiegend durch das Abernten der Salanganennester. Die aus Speichel gebauten Nester sind in China eine Delikatesse, aus denen Suppe gekocht wird. 1,5 Millionen Schwarznestsalanganen und Weißnestsalanganen sollen hier brüten, neben German-Salanganen und Moosnestsalanganen die, wie der Name schon sagt, am leichtesten am Nest bestimmt werden können.

10. – 13. Tag: Wir besuchen das 438 qkm große, von Tieflandregenwald bedeckte Danum Valley Schutzgebiet. Hier gibt es noch eine der letzten frei lebenden Population von Orang-Utans, neben weiteren 120 Säugetierarten wie Bartschwein, Sambar-Hirsch, Muntjak, Zibetkatze, Nebelparder, Malaienbär, Borneo-Zwergelefant und das vom Aussterben bedrohte Sumatra-Nashorn. Dieses Gebiet zählt zu den besten Hotspots in Asien, um Vögel und Säuger zu beobachten. Wir werden in den Gästezimmern der Forschungsstation untergebracht sein und haben einen hervorragenden Ausgangspunkt für unsere Exkursionen. In der näheren Umgebung der Station findet man Borneo-Gibbon, Roter Blatt-Affe, Maronenlangur und Zwergelefanten aber auch Kappenpitta, Riesenpitta und die endemischen Blaubauchpitta, Granatpitta, Rotrückenpitta und ‘Bornean’ Bindenpitta. Oft werden der spektakuläre Warzenkopf, Schwarzkehl-Buschtimalie, Goldzügeltimalie und Borneowolltimalie sowie große Flocks mit Prachtblauschnäppern, Timalien, Mistelfressern, Ioras usw. beobachtet.

Nasenaffe (Nasalis larvatus) D. Rudolf

Bei Nachtexkursionen treffen wir häufig auf Malaienkauz, Sundafischuhu, Flughörnchen und Riesengleithörnchen, Fleckenmusang, Zibetkatze und mit etwas Glück auch Bengalkatze und den heimlichen Nebelparder.
Entlang des Kinabatangan Flusses, auf dem Weg zum Kinabatangan Jungle Camp, suchen wir nach dem seltenen Höckerstorch, Purpurkopf-Breitrachen, Gelbmantelpirol, Rotaugen-Bülbül, Weißscheitelfälkchen, Brillenspinnenjäger, Kappenpitta, Weißscheitelscherenschwanz, Rotachselpapagei, Langschwanzsittich, Heckenkuckuck und Drongokuckuck, Diard`s Trogon, Kellerschnabel-Breitrachen, Perlbrustfächerschwanz, Borneo-Schama, Haubenfasan, Rotbürzeltrogon, Braunbürzelspecht, Gelbsteißmistelfresser und den einzigartigen Nasenaffen.

14. Tag: Am Morgen konzentrieren wir uns auf den endemischen und sehr heimlichen Borneo Laufkuckuck, der in den letzten Jahren immer wieder in der Nähe des Flusses beobachtet wurde. Bei einer Bootsfahrt auf dem Kinabatangan haben wir endlich wieder die Möglichkeit, am freien Himmel nach Langschopfhornvogel, Kurzschopfhornvogel und Rhinozeroshornvogel, Kleiner Adjutant, Schlangenweihe, Graukopf-Seeadler, Brahminenweihe, Fledermausaar, Weißbauchspecht und Storchenschnabelliest Ausschau zu halten. Am Abend sind Riesenfroschmaul und Maskeneule bei unserer Nachtexkursion das Ziel.

15. Tag: Bei einer letzten Bootsfahrt schauen wir noch nach Arten, die wir bisher noch nicht gefunden haben. Wir fahren nach Sandakan und fliegen über Kota Kinabalu zurück nach Deutschland, wo wir dann am

16. Tag landen werden.

 

 

Teilnehmer: maximal 5, minimal 4 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Übernachtung meist in landestypischen Hotels mit DU/WC
  • Im Danum Valley schlafen wir in Mehrbettzimmern
  • Vollpension
  • mittags Lunchpakete
  • Fahrt- und Führungskosten
  • Bootstouren so wie im Reiseplan aufgeführt
  • örtliche englischsprachige ornithologische Reiseleitung
  • Genehmigungen
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

Buchungsanfrage

Einzelzimmer kann nicht überall garantiert werden.
Im Danum Valley schlafen wir in den Gästezimmern der Forschungsstation in Mehrbettzimmern. Es gibt nur wenige Zimmer und es ist nicht sicher, wie viele wir bekommen, da wir erst reservieren und anzahlen können, wenn die Durchführung der Tour sichergestellt ist.

Besondere Witterungsverhältnisse und dadurch bedingte Programmänderungen sind vorbehalten.