Ursprüngliche Osttürkei

Mongolengimpel und Königshühner

Umringt vom Ägäischen Meer, Mittelmeer und Schwarzen Meer erstreckt sich die Türkei Richtung Europa. Kulturell zählt die Türkei schon seit langem zu den interessanten Mittelmeeranrainern. Aber auch die Vogelwelt sucht ihresgleichen in der Westpalearktis. Vor allem in Ostanatolien können viele seltene Vogelarten an ihrer westlichen Verbreitungsgrenze beobachtet werden. Gleichzeitig brüten hier auch einige Arten wie Trauerente und Ohrenlerche. Bei Birecik werden wir die letzten frei fliegenden Waldrapps (Zuchtstation), die von WWF Mitarbeitern betreut werden, sehen. Bei einer Exkursion zum Nemrut Dagi besuchen wir das Brutgebiet von Steinbraunelle, Steinortolan und Rotstirngirlitz. Weißkopfruderenten werden meist auf dem Vansee angetroffen, in den angrenzenden Gebirgsregionen Karmin-, Rotflügel-, Weißflügel- und Mongolengimpel neben verschiedenen Adler- und Geierarten. Zweifellos sind aber Jungfernkranich, Kaspikönigshuhn und Kaukasus Birkhuhn, deren Brutgebiete wir aufsuchen, die Highlights der Tour.

1. Tag: Flug von Frankfurt über Istanbul nach Gaziantep. Transfer zum Hotel.

2. Tag: Wanderung durch ein kleines Tal mit vielen Steinmauern, Gärten und Obstbaumplantagen. In den Büschen singen meist Türken- und Kappenammer, Dornspötter, Trauermeise, Wiedehopf, Weißkehlsänger und Haubenlerche. Am Ende des Tals erreichen wir ein baumloses Hochplateau, wo häufig Fahlsperling, Blaumerle, Stein- und Mittelmeersteinschmätzer angetroffen werden. In den Felsen brüten Klippen- und Felsenkleiber. Des Öfteren werden auch Schlangenadler, Brachpieper, Kalanderlerche und Rostbürzelsteinschmätzer gesehen. Gegen Abend fahren wir nach Birecik. Hier werden wir die nächsten zwei Nächte schlafen.

3. Tag: Dem Euphrattal mit seinen steilen Lehmabbrüchen folgend, fahren wir zur letzten Waldrappkolonie und Zuchtstation der Türkei. Bei einer Exkursion in einem nahen Wadi können Persische Wüstenhühner, Blaßspötter, Moabsperlinge, Tamariskengrasmücken, Turmfalken, Haussegler, Weißflügelgimpel und mit Glück auch der Uhu gesehen werden. In den Gebüschen und Schilfbeständen am Euphrat sind Graufischer, Streifenprinien, Heckensänger und Blutspechte zu Hause. In den angrenzenden Pistazienplantagen lebt der Gelbkehlsperling.
Am Nachmittag fahren wir zu einer Kiesgrube bzw. Teichgebiet, in dem Chukarhuhn, Halsbandfrankolin, Blauwangenspint und Bienenfresser oft anzutreffen sind.
Am Abend werden wir noch die Streifenohreule suchen.

4. Tag: Früh am Morgen fahren wir nach Tatvan. Entlang der Strecke endloser Oliven- und Pistazienplantagen und baumloser Agrarflächen beobachten wir Isabellsteinschmätzer, viele Kurzzehen- und Haubenlerchen, Blauracke, Habichtsadler, Adlerbussard, Schmutzgeier, sowie mit Jungen besetzte Weißstorchnester auf Strommasten.

5. Tag: Exkursion zum 2.935 Meter hohen Nemrut Dagi, von dessen Kraterrand man weit über die Hochebene des Vansees schauen kann. Charaktervögel an den blumenreichen Berghängen sind Ohrenlerchen, Steinrötel, Isabell-, Mittelmeer- und Steinschmätzer. Es werden aber auch oft Gänsegeier, Wiesenweihe, Steinadler und Baumfalke beobachtet. Am Rand der »Heißen Quelle« und der Schneefelder sind oft Brachpieper, Rotflügelgimpel, Rotstirngirlitz, Berghänfling und vielleicht auch Steinbraunelle und Mongolengimpel anzutreffen.

6. Tag: Am Vanseeufer fahren wir an Feuchtwiesen vorbei, in denen Zitronenstelze und Feldrohrsänger brüten, bis Ahlat. In der alten Seldschuken-Hauptstadt besuchen wir einen historischen Friedhof mit Grabsteinen aus dem 11. Jahrhundert. Zwischen den Vulkankegeln des Nemrut und des Süphan (4.018 m) fahren wir über kleinere Dörfer bis zur Aue des Murat Nehri bei Bulanik, eines der letzten Brutgebiete des Jungfernkranichs in der Türkei.. Mit etwas Glück ist unterwegs die "sternlose" Unterart magna des Blaukehlchens zu finden.

7. Tag: Wir beginnen den Tag mit der Suche nach Jungfernkranich und Großtrappen in den Muratauen. Triele und Wiesenweihen sind hier häufig, außerdem Löffler und Kuhreiher. Mit Glück kann man auch Sumpfohreulen bei der Balz beobachten. Anschließend fahren wir zurück zum Vansee und weiter bis Van. In verschiedenen Feuchtgebieten machen wir kleine Exkursionen. Hier können Zwergdommel, Rallen-, Nacht-, Seiden-, Purpur- und Graureiher, Sichler, Löffler, Raub-, Fluß-, Zwerg-, Weißbart-, Trauer- und Weißflügel-Seeschwalbe, Mariskensänger, Weißkopfruderente, Hauben- und Zwergtaucher erwartet werden.

8. + 9. Tag: Verschiedene Exkursionen führen uns u.a. in die umliegenden Berge. Hier suchen wir das Brutrevier von Steinortolan, Isabell-, Mittelmeer- und Felsensteinschmätzer.
Am Ercek Gülü sind Schnatterenten, Flamingos, Schwarzhalstaucher, Teichrohrsänger (spe. fuscus), Gimpelrohrammern keine Seltenheit und in den Steinufern des Sees brüten Rosenstare.
Aus nächster Nähe kann man auf der Van Burg Alpen- und Mauersegler, Alpenkrähen, Dohlen und Rötelfalken sehen.
Exkursion zu den Van Sümpfen, neben Kormoran, Zwergscharbe, Seidenreiher, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Uferschnepfe, Rotschenkel, Teichwasserläufer, See- und Flußregenpfeifer, Maskenstelze und Gimpelrohrammer wurde hier auch der Feldrohrsänger nachgewiesen.
In den Edremit Sümpfen und am Vansee können wir Schwarzhalstaucher, Rost- und Brandgans, Schnatter-, Krick-, Stock-, Spieß-, Knäk-, Tafel- und Kolbenente antreffen.
Wir besuchen das Ahtamar Kloster auf einer kleinen Insel im See. Bei der Überfahrt sind Lach-, Dünnschnabel-, Herings- und Armeniermöwe keine Seltenheit. Die steilen Klippen der Insel werden von Alpen- und Mauerseglern, Dohlen, Rötelfalken und Alpenkrähen bewohnt.

10. Tag: Fahrt den Bendimahi Fluß entlang mit seinen malerischen Canjons und Wasserfällen nach Caldiran. An den Lavafeldern und kleinen Tümpeln neben der Straße haben wir meist Mongolen-, Weiß- und Rotflügelgimpel, Schneefink, Hausrotschwanz (östlicher), Steinschmätzer, Ohrenlerche und Stummellerche beobachtet.
Nachmittags weiter nach Dogubayatzi, am Fuße des Ararat und Besuch des Ishakpasa Palastes, einer der prächtigsten Paläste früherer Zeit. Bei verschiedenen Stopps an interessanten Stellen sind auch Zwergadler, Rotflügelgimpel, Steinsperlinge, Ohrenlerchen und Schneefinken immer wieder gesehen worden. Am Palast wurden in den letzten Jahren Alpen- und Mauersegler, Steinortolan, Steinbraunelle, Steinsperling, Rotflügelgimpel, Rotstirngirlitz und Ziesel bei der Nahrungssuche beobachtet.

11. Tag: Morgenexkursion zu den flachen Seen an einem Paß auf er Nordflanke des biblischen Ararat (5.137 m), wo Kraniche, Brachschwalben und Seeschwalben brüten. In manchen Jahren sind dort gigantische Kolonien von Rosenstaren. Die Straße führt hinunter zum Tal des Aras Nehri, dem Grenzfluß zu Armenien. In Feuchtgebieten in der Talaue brüten verbreitet Blauwangenspinte, Kuhreiher und Zwergscharben sind häufig. Am Nachmittag fahren wir weiter nach Erzurum.

12. Tag: Wanderung zwischen hohen Pappeln, an einem kleinen Fluß entlang; Halbringschnäpper, Karmingimpel, Nachtigall, Blutspecht, Seidensänger, Sumpfrohrsänger.
Weiterfahrt durch ein malerisches Flußtal über 2 Pässe nach Ispir und über den 2.600 Meter hohen Ovitdagy Pass nach Sivrikaya. Auf verschiedenen kleinen Exkursionen können typische Vogelarten wie Ortolan, Heidelerche, Steinrötel, Steinsperling, Grauammer, Zwergadler, Felsenschwalbe, Bergpieper, Rotflügelgimpel, Berghänfling und manchmal auch Mauerläufer gesehen werden.
Gegen Abend führt uns eine Wanderung in einen alten Fichtenwald mit Wintergoldhähnchen, Wacholderlaubsänger, Buchfink, Tannenmeise, Singdrossel, Amsel, Karmingimpel, Rotkehlchen, dem Zaunkönig als typischen Brutvogel und mit etwas Glück sieht oder hört man auch den Bergzilpzalp.

13. Tag: Heute haben wir nur eine kurze Nacht, da wir früh zu den Kaukasus Birkhühnern aufbrechen müssen, die vor allem in den Morgenstunden auf den Grasmatten und im Rhododendrongebüsch nach Nahrung suchen.
Anschließend geht es weiter auf über 2.500 Meter, denn erst ab dieser Höhe bestehen gute Chancen, das Kaspikönigshuhn in den Geröllfeldern zu entdecken. Steinortolan, Steinrötel, Steinsperling und Alpenbraunelle brüten auch in diesem Gebiet und können wahrscheinlich gesehen werden.

14. Tag: Dem Fluß folgend fahren wir zur Schwarzmeerküste (Mittelmeer, und Steppenmöwe) und weiter nach Trabzon. Die Fichtenwälder, die uns bisher begleiteten, werden in den tieferen Lagen durch Laubbäume ersetzt.
Nach dem Bezug des Hotels fahren wir zum Sümela Kloster, das wie ein Schwalbennest in eine Steilwand geklebt ist.

15. Tag: Transfer zum Flughafen und Rückflug über Istanbul nach Frankfurt.

   

Die Hotels sind in der Osttürkei zum Teil sehr einfach, wir werden aber immer versuchen, eines der besten Hotels vor Ort zu buchen

Teilnehmer: maximal 12, minimal 6 Personen

Im Reisepreis enthalten:
- Übernachtung in Hotels mit Du/WC (meist auf dem Zimmer)
- Halbpension
- Flüge
- Fahrtkosten
- deutschsprachige Reiseleitung
- Führungskosten
- Eintrittsgelder laut Reiseplan
- Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
- Sicherungsschein

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