In Zusammenarbeit mit südafrikanischen Ornithologen haben wir unsere
Reise neu aufgebaut und besuchen bei dieser Tour auch noch den Itala Wildpark,
Wakkerstroom, Waterberg, Entabeni und Nylsvley, um ein größeres
Spektrum von südafrikanischen Vogelarten zeigen zu können.
Durch hervorragenden Naturschutz ist Südafrika weit über seine
Grenzen hinaus bekannt und bei Naturfreunden beliebt geworden. Von allen
Reservaten ist es der Krüger Nationalpark mit seinem großen
Artenreichtum, der dem Naturschutz in diesem Land ein hervorragendes Image
verleiht; ein weltweites Beispiel zum Schutz bedrohter Arten. Fast alle
Großsäuger und Vogelarten Südafrikas haben hier ein ungestörtes
und vor Wilderern geschütztes Zuhause gefunden. Aber auch die anderen
Naturschutzgebiete, die wir besuchen werden, sind von besonderem Reiz.
Im vogelreichen Mkuze Wild Reservat werden wir genauso Exkursionen durchführen
wie im ältesten Naturschutzgebiet Hluhluwe, das 1997 sein hundertjähriges
Bestehen feierte. Weit über 800 Vogelarten wurden in den letzten
Jahren in den verschiedenen Gebieten Südafrikas beobachtet.
Zahlreiche europäische und asiatische Vogelarten
verbringen hier den Winter. Sogar aus dem Fernen Osten (Ussurien) ziehen
verschiedene Arten, wie der Amurfalke, jedes Jahr in den Süden Afrikas.
Neben den Unmengen von Wintergästen ist es aber auch die faszinierende
einheimische Vogelwelt, die immer wieder begeistert. Kampfadler und Gaukler
sitzen auf abgestorbenen Bäumen. An gerissenen Tieren finden sich,
sobald die Raubkatzen ihr Mahl beendet haben, viele Geier ein, um die
letzten Reste zu verwerten. In den zahlreichen Lagunen sind verschiedene
Limikolen und Seeschwalben bei der Nahrungssuche gut zu beobachten.
1. - 2. Tag: Flug Frankfurt - Durban.
Anschließend Transfer zur Zinkwazi Lagoon Lodge.
3. Tag: Zwei Halbtagesexkursionen führen uns zum
ersten Kennenlernen der südafrikanischen Vogelwelt an Lagunen, Küste
und in die Lodgeanlage unserer Unterkunft. In den Lagunen und an der Küste
werden oft Weißbrustkormoran, Riedscharbe, Goliath- und
Mangrovenreiher, Wollhalsstorch, Hl. Ibis, Hagedasch, Afr. Löffler,
Waffenkiebitz, Dreibandregenpfeifer, Wassertriel, Kapralle, Tüpfelsumpfhuhn,
Zwergsumpfhuhn, Goliathreiher, Hottentottenente, Raub- und Eilseeschwalbe
gesehen.
Im Parkgelände der Lodge halten sich Schopfadler, Trompeterhornvogel,
Oranjebrillenvogel, Rotschnabeldrossel, Kaprötel, Grüner Tropfenastrild,
Halsband- und Weißohrbartvogel, Schwarzkehl-Lappenschnäpper,
Porphyr- und Waldnektarvogel auf sowie auf dem See die seltene
Binsenralle.
4. Tag: Wir fahren in den Greater
St. Lucia Wetland Park, der nicht nur durch seine große
Nilpferdpopulation bekannt ist. Er zählt auch zu den wichtigsten
Brutgebieten für Rötelpelikan, Afri. Löffler,
Wollhalsstorch, Goliath- und Weißrückenreiher.
Sehr oft werden hier Erzkuckuck, Haubenturako, Zwergbienenfresser,
Blaumantel-Haubenschnäpper, Rotbauchschwalbe, Smaragd- und
Jakobinerkuckuck gesehen. Bei einer Bootsfahrt auf dem St.
Lucia Mündungsbecken können Schreiseeadler, Hagedasch,
Jakana Blatthühnchen, Negerralle, Riesen-, Grau-, Braunkopf-, Senegal-
und Malachitfischer gesehen werden.
5. Tag: Wir besuchen heute den Hluhluwe Imfolozi
Wildpark. Es ist das älteste Reservat Afrikas (1897 gegründet).
In den aufgelockerten Akazienwäldern lebten bis vor kurzem die einzigen
Breitmaulnashörner Südafrikas. Inzwischen sind sie
nicht mehr gefährdet und kommen in größerer Anzahl vor.
Ebenso interessant sind Vogelarten wie Wollkopf-, Weißrücken-
und Ohrengeier, Silber- und Kampfadler, Kronentoko und
Gelbbrustgirlitz, Gradschwanzdrongo, Höckerente, Witwenstelze, Wald-
und Graunektarvogel.
6. Tag: Fahrt zum Mkhuze Game
Reserve, das als Geheimtipp unter den Ornithologen gilt. In diesem
zur Küstenebene von Mosambik gehörenden Gebiet (34.000 ha) überlappen
sich Arten des tropischen Nordens mit solchen der temperierten südlichen
Zone. Über 400 Vogelarten konnten hier bisher nachgewiesen werden.
Bei einer Frühexkursion in den Feigenwald können wir vielleicht
den Narina-Trogon finden und mit Glück den Bindenfischuhu.
An der Nsumo-Pfanne können Rötel- und
Rosapelikan, Sattelstorch, Klaffschnabel, Afrik Löffler, Rosa- und
Zwergflamingo sowie zahlreiche Limikolen- und Entenarten
beobachtet werden. Am Kumasinga-Wasserloch lassen sich
Nyalas, Zebras, Impalas, Warzenschweine und mit Glück
Breitmaulnashörner beobachten. Zum Trinken finden sich aber
auch viele Vögel ein, darunter Glanzhaubenturako, Rotnasen-Grüntaube,
Paradieswitwe, Großer und Kleiner Honiganzeiger, Hagedasch
und Wollhalsstorch. In der offenen Grassavanne können
wir mit Schwarzbauchtrappe und Haubenperlhuhn rechnen,
im Trockenwald mit Bandschlangen-, Raub- und Kampfadler.
7. Tag: Heute besuchen wir das Itala Game Reserve,
das wegen der recht wenigen Besucher, der Ruhe und der spektakulären
Landschaft zu den schönsten und besten Wildreservaten im südlichen
Afrika zählt. Es ist durch seine Gebirge, seine eingeschnittenen
Täler und seine Graslandschaften gekennzeichnet. Oft werden Shelley-Frankolin,
Strauß, Sekretär, Streifenpieper, Rosenamarant nachgewiesen,
mit Glück auch Kaffernadler und Paradieskranich.
8. Tag: Am Morgen noch eine Exkursion
im Park, anschließend fahren wir nach Wakkerstroom.
In den hochgelegenen, fast baumlosen Grasflächen findet man einige
Arten, die nur ein kleines Verbreitungsgebiet haben wie z. B. Transvaalspornlsporn-
und Finkenlerche.
9. Tag: In der über 1.600 Meter hohen hügligen
Gebirgslandschaft suchen wir vor allem Kahlkopfrapp, Kronenkranich,
Mohrenweihe, Rotbauchsperber, Schwarzente, Höschsporn- und
Gelbbrustpieper, den seltenen Buschschwarzkäppchen, Blagkopf-Zistensänger
und Spiegelralle sowie dem endemischen Erdspecht.
10. Tag: Wir fahren zum weltberühmten Krüger
National Park. Fast alle Großsäuger Südafrikas
leben in dem Reservat, dessen Fläche so groß wie Belgien ist.
Auf dem Weg zu unserem ersten Camp werden wir neben den Vögeln unser
Interesse den Rappen-, Pferde- und Elenantilopen sowie
Elefanten, Büffeln, Giraffen und den großen Zebraherden
zuwenden. Vielleicht sehen wir auch Löwen, Geparde und
Leoparde, die in diesem Reservat noch recht häufig vorkommen.
11. - 13. Tag: Früh am Morgen verlassen wir das
Camp, um Großwild an den Tränken zu beobachten. Mit etwas Glück
kann man hier auch einen Leoparden sehen. Sehr häufig sind
Kronenkranich, Gaukler, Kampf,- Schlangen- und Schreiseeadler.
Bei einer abendlichen Pirschfahrt können wir mit Glück Flecken-
und Blassuhu sowie Ginsterkatze, Springhase und
Zibetkatze sowie weitere nachtaktive Tiere entdecken. Wir besuchen
die Nordgrenze des Reservates, den Luvuvu Fluß.
In dichten Wäldern fahren wir entlang des Flusses, an dem Fischeulen,
Horus-, Baobab- und Fledermaussegler, Haubenperlhühner,
Weiße Kronenkiebitze, Kronenadler, Kuckucksweihen, Schwarzkehl-Lappenschnäpper,
Kappapageien und Glanzstare brüten. Zur Beobachtung
von Nyala, Schirrantilope und Meerkatze ist dieses Gebiet
ideal.
Unter anderem fahren wir zum Pafuri Gate,
bekannt als die beste Vogelbeobachtungsgegend im gesamten Reservat. In
den bewaldeten Hügeln kommen Zimtroller, Spatelracke, Weißbrustraupenfänger,
Arnottschmätzer und Dreifarben- und Boubouwürger
vor. Auf dem Weg zum Pafuri Gate können uns Baobabsegler, Senegalschwalbe,
Weißstirn-Regenpfeifer, Schwarzrücken- und Rothalsfalke
begegnen.
14. Tag: Wir werden den Norden des Parks wieder verlassen
und an verschiedenen Wassertränken nach Herden von Zebras
und Gnus Ausschau halten, da meist auch Lappenstare
und Rotschnabelmadenhacker mit ihnen ziehen. Während der
Fahrt können oft Trauer-, Waffen- und Senegalkiebitz,
Rotschnabelhacker, Wollhals-, Ohren- und Weißrückengeier
beobachtet werden.
Wir fahren weiter zum Entabeni Wildreservat.
15. Tag: "Atemberaubende Berge, durch Vulkane bizarr
geformt, smaragdgrüne Täler und glasklare Bäche mit einer
einzigartigen Fauna und Flora" so die Beschreibung in vielen Reiseberichten
des 12.000 ha großen Gebietes. Innerhalb des Reservats befinden
sich ganz unterschiedliche Landschaftszonen, die sich durch die Höhenunterschiede
(über 800 m) erklären lassen. Immer wieder werden Graukopfliest,
Goldbugpapagei, Schreiseeadler, Kapgeier sowie die seltene Kaffern-
und endemische Gackeltrappe gesehen.
16. Tag: Heute besuchen wir das Nylsvley
Naturschutzgebiet mit über 400 nachgewiesenen Vogelarten,
ein Muss für jeden Vogelbebachter. Der Nyl Fluss
bringt während der Regenzeit Unmengen Wasser und überschwemmt
in manchen Jahren bis zu 150 qkm tiefliegendes Grasland, in dem sich an
manchen Tagen bis zu 80.000 Vögel sammeln. Neben vielen Entenarten
sind Südbüschel- und Kapgraseule, Elsterdrossling,
Kalahariheckensänger, Maricoschnäpper, Granat- und
Elfenastrild, Graurückendommel seltener Zwergsultanshuhn,
Rotbauch- und Braunkehlreiher möglich.
17. Tag: Morgens eine letzte Exkursion, anschließend
fahren wir über die Pretoria zum internationalen Flughafen von Johannesburg
und Rückflug nach Frankfurt.