Diashow

2007

   

Portugal im Vorfrühling

Im Süden Portugals hält der Frühling schon im Februar Einzug, und so ist zum Zeitpunkt der Reise die Luft bereits erfüllt vom Gesang der Vögel und vom Duft der Blütenteppiche in den Wiesen und Feldern. Während die Feuchtgebiete noch große Zahlen von nordischen Wintergästen wie Enten und Watvögeln beherbergen, treffen bereits erste Sommergäste wie Schwalben und Segler ein. Die Rundreise kombiniert die wesentlichen Lebensraumtypen Südportugals und ermöglicht so die Beobachtung einer Vielzahl interessanter und typischer Vertreter der hiesigen Avifauna - darunter viele, die das Herz eines jeden Vogelbeobachters höher schlagen lassen. Wir erleben auf dieser Tour eine charmante Bootsfahrt durch die Lagune der Ria Formosa, die exklusiv für uns ausgerichtet wird und entweder am Anreise-oder Abreisetag stattfindet.

1. Tag: Ankunft Flughafen Faro und Transfer zum nah gelegenen Hotel. Danach erste Exkursion in die Lagunenlandschaft des Parque Natural da Ria Formosa bei Faro. In den Wattflächen und Salzmarschen beobachten wir Regenbrachvögel, Steinwälzer, See-, Sand- und Kiebitzregenpfeifer sowie viele andere Limikolen. Brand- und Raubseeschwalben sowie Fischadler kommen regelmäßig vor, und Löffler und Seidenreiher sind häufig.

2. Tag: Nach dem zeitigen Frühstück erkunden wir die Schutzgebiete Ludo und Quinta do Lago. Es besteht aus einem Mosaik von Salinen, extensiven Fischzuchtanlagen, Salzsteppe sowie Kiefernwald und Farmland. Hunderte von Pfeif- , Löffel- und Spießenten überwintern hier, während Rohrweihen und Zwergadler im Gebiet jagen. Cistensänger und Seidensänger sind häufig und Blauelstern ziehen in Trupps umher. In den Schilfbeständen einiger Teiche brüten Purpurhühner, die wir aus der Nähe beobachten können.

3. Tag: Wir verlassen Faro in Richtung Westküste. Bei Vilamoura machen wir einen Beobachtungsgang durch den Parque Ambiental. In den ausgedehnten Schilfflächen überwintern Blaukehlchen, Rohrammern und Beutelmeisen. Auch Rothühner sind anzutreffen. Gelegentlich kann man hier den in Europa seltenen Monarchfalter sehen. Die Lagoa dos Salgados, eine Flachwasserlagune, ist ein Knotenpunkt des Vogelzugs. Sie beherbergt eine Vielzahl von Wasser-, Schreit- und Watvögeln, darunter auch häufig Flamingos.

4. Tag: Heute besuchen wir die Steilküste bei Sagres und Cabo S.Vicente an der äußersten Südwestspitze Kontinentaleuropas. Hier brandet der offene Atlantik an eine raue Felsküste. Wir beobachten Krähenscharben, Skuas und Alpenkrähen sowie den endlosen Strom nordwärts ziehender Basstölpel. Auf den Klippen wachsen Polsterpflanzen, die an das Hochgebirge erinnern. Alpenbraunellen, wenig scheu, überwintern hier. Blaumerle und Wanderfalke sind das ganze Jahr über anzutreffen, Schwarzkehlchen und Provencegrasmücke bevölkern die Zwergstrauchheide.

5. Tag: Fahrt zum Naturpark Westküste und zu den Bergen von Monchique. Wir folgen dem Küstenverlauf nach Norden bis zu dem malerischen Städtchen Aljezur. In einem geschützten Tal kommen Zaun- und Zippammer vor. Schlangenadler, die in Portugal etwa ab Mitte Februar eintreffen, brüten hier und der in Portugal seltene Habichtsadler hat hier seinen Verbreitungsschwerpunkt innerhalb des Landes.

6. Tag: Die Pseudosteppen um Castro Verde, eine weite Ebene südlich des Alentejo, beherbergen die landesweit größten Populationen von Groß- und Zwergtrappen sowie Rötelfalken. Letztere treffen bereits im Februar am Brutplatz ein. Die steppenähnliche Landschaft bietet außerdem Lebensraum für Hauben- und Kalanderlerchen, Grauammern und Mittelmeerraubwürger. Häufige Wintergäste sind Rotmilan, Kiebitz und Goldregenpfeifer, sowie gelegentlich auch Kraniche.

7. Tag: Wir setzen die Reise fort durch die wunderschöne Landschaft des Alentejo mit seinen lichten Stein- und Korkeichenwäldern und seinen blühenden Wiesen und Weiden. In der dünn besiedelten Region des Baixo Alentejo sind Arten wie Gleitaar, Triel und Häherkuckuck anzutreffen. Auch hier werden wir wieder Gebiete aufsuchen, in denen beide Trappenarten vorkommen. Die Wasserreservoire und Stauseen ziehen das ganze Jahr über eine Vielzahl von Vogelarten an, darunter auch Limikolen und Schwimmvögel.

8. Tag: Im Grenzgebiet zu Spanien wurde vor gut 10 Jahren der gewaltige Alqueva-Staudamm errichtet, der heute hier das Landschaftsbild prägt. Kraniche sind bis Ende Februar anzutreffen, und der Gleitaar ist nicht selten. Jenseits der Grenze befinden wir uns im Randbereich der Extremadura, wo wir in der steinigen Offenlandschaft die Rufe von Sandflughühnern und Trielen vernehmen. Gelegentlich ist hier auch der Spanische Kaiseradler zu beobachten.

9. Tag: Heute bewegen wir uns unter Geiern - und zwar insbesondere Gänsegeiern, die in großer Zahl die Bergregionen der Serra Contenda und Picos de Aroche bevölkern. Aber auch ihre großen, schwarzen Verwandten, die Mönchsgeier, kommen vor. In den schroffen Felstälern brüten außerdem Steinadler und Habichtsadler. Von den Singvögeln seien Felsenschwalbe sowie Heide- und Theklalerche erwähnt.

10. Tag: Von Moura und seinen Olivenhainen aus geht die Reise weiter nach Mertola, eine kulturreiche Festungsstadt am Rio Guadiana. In der Burg, über dem Ort, nisten Rötelfalke, Fahlsegler und Blaumerle. In einer Schlucht weiter nördlich besteht ein Steinadlerrevier. Im kargen Umland sind Schlangenadler, Kolkrabe, Blauelster und Rothuhn verbreitet. Wir folgen dem Tal des Guadiana nach Süden und kehren zurück an die Algarve.

 

11. Tag: Nahe der Mündung des Guadiana erstreckt sich der Parque Natural do Sapal do Castro Marim, ein mehr als 2.000 ha großes Feuchtgebiet, mit den ausgedehnten Salinenkomplexen und Salzmarschen von Castro Marim. Rosa Flamingos, Stelzenläufer und Säbelschnäbler sind hier anzutreffen, ebenso wie Zwergseeschwalbe und Brandgans. Daneben bestehen hier Brutvorkommen von Korallen- und Dünnschnabelmöwe sowie von Stummellerche und Brillengrasmücke.

12. Tag: An der Ostalgarve, dem Sotavento, erkunden wir weitere Feuchtgebiete, die sich in Form von Wattflächen und Marschland zwischen dem Festland und vorgelagerten Düneninseln erstrecken. Vom Sandstrand aus können im Winterhalbjahr Skuas und gelegentlich Schmarotzerraubmöwen, Tordalke, Trauerenten und Balearensturmtaucher gesehen werden. Die Salinen bei Tavira und Olhão eignen sich hervorragend zur Beobachtung von Möwen und Limikolen.

 

13. Tag: Das Mittelgebirge im Hinterland der Algarve ist weitgehend unbewohnt, lediglich Kork wird in der Serra do Caldeirão produziert. Die weißblühende Lack-Zistrose wächst an den Hängen zwischen den Korkeichen. Samtkopfgrasmücken, Zippammern, Haubenmeisen und Iberischer Grünspecht sind verbreitet, unter den Greifvögeln dominiert der Schlangenadler. Auf dem Rückweg nach Faro machen wir halt, um die ersten Erdorchideen des Jahres wie Spiegelragwurz und Italienisches Knabenkraut zu bewundern.

14. Tag: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

!ACHTUNG!
In der ersten Februarhälfte können die Temperaturen noch recht kühl sein, und einige der Zugvögel sind noch nicht da. Die Reisebeschreibung ist (gilt) für die 2. Hälfte Februar bis Anfang April.

Teilnehmer: maximal 7, minimal 6 Personen

Im Reisepreis enthalten:
- Übernachtung in DZ/DU/WC (mehrmals in Pousadas)
- Halbpension
- Flug
- Fahrtkosten
- deutschsprachige Reiseleitung
- Führungskosten
- Eintrittsgelder laut Reiseplan
- Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
- Sicherungsschein

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