Panama ist ein Paradies für Vogelliebhaber mit über 970 Arten,
mehr als in anderen mittelamerikanischen Ländern oder in Europa.
Dank der geografischen Lage auf der Nahtstelle zwischen Süd- und
Mittelamerika finden wir in Zentral- und Ostpanama südamerikanische
und im Westen mittelamerikanische Arten. Wir besuchen die feuchte Karibik-
und trockenere Pazifikseite, sowie die verschiedenen Höhenlagen vom
Tiefland bis zu den Nebelwäldern, in denen 12 Endemiten und 107 regional
endemische Vogelarten anzutreffen sind. Über eine Million Limikolen
rasten während der Zugzeit in der Bucht von Panama und über
3 Mio. Breitflügel- und Präriebussarde sowie Truthahngeier ziehen
zusammen über das Nadelöhr Panama.
1. Tag: Flug von Frankfurt nach Panama
City. Nach der Ankunft Transfer zum Hotel.
2. Tag: Unsere erste Exkursion führt uns ins angenehme Klima
von Cerro Azul (600-1.000 m). Im Chagresnationalpark
entspringt der Chagresfluss, der die Hälfte des
Wassers für den Panamakanal liefert. Hier haben wir gute Chancen,
endemische Arten der Hügelzone Ostpanamas wie Violettkappen-Kolibri,
Tacarcuna-Buschtangare, Panamaspecht, Zitronen-Tangare, Goldmantel- und
Purpurrückentaube zu sehen. Weitere typische Arten sind Schwalbenweihe,
Buntfalke, Bronzeschwanz-Buffonkolibri, Grüner Schattenkolibri, Gelbohr-Arassari,
Flecken-, Zinnober-, Purpurmasken-, Carmiol- und Grüntangare.
3. - 4. Tag: Verschiedene Touren führen uns in das Naturreservat
Nusagandi der Comarca Kuna Yala, die sich zwischen
der kontinentalen Wasserscheide und der Karibikküste über 230
km bis nach Kolumbien erstreckt. Die Kuna-Indianer schützen ihr Regenwaldgebiet
und erhalten so den biologischen Korridor. Auf einer Höhe von 400
m sind weitere Endemiten anzutreffen wie Strichelrücken-Ameisenwürger
und Breitschnabelpipra sowie Grünpipra und
Palmertangare. Außerdem halten wir Ausschau nach Rotkehl-Karakara,
Blauscheitelpipra, Goldflügeltangare, Westl. Strichelameisenschlüpfer,
Bleibussard und Schwebeweihe. Nachts suchen wir Panamaeule,
Sprenkel- und Bindenhalskauz, mit etwas Glück werden
wir auch Glasfrösche sehen.
5. Tag: Wir fahren ins Tiefland der Pazifikseite
nach Osten zur Comarca Madugandi am Bayano-Stausee.
Wir haben die Möglichkeit, weitere Spezialitäten Ostpanamas
zu sehen wie den endemischen Schwarzschnabel-Schnäppertyrann
sowie Fleckenkehl-Schattenkolibri, Schwarzschwanz-Trogon, Grünschnabel-Faulvogel,
Bronzespecht, Rotrücken-Sensenschnabel, Nördlicher Schwarzameisenwürger,
Einfarbbekarde, Weißohr-Zaunkönig, Weißohr-Spitzschnabel,
Orangekopf-Trupial und andere. Oft werden auch Sokoi-, Grün-
und Nacktkehlreiher, Zweifarbenfischer oder Elster-Faulvogel
angetroffen. Am Nachmittag fahren wir weiter zur Karibikseite des Kanalgebietes.
6. Tag: Die Achiote Road ist berühmt für
ihren Vogelartenreichtum. Im Tieflandregenwald des San Lorenzo
Nationalparks sind Schwefelbürzel-Tangare (endemisch),
Tropfen-Bartvogel, Weißschwanz-Trogon, Gelbbürzel-Kassike,
Nacktstirn-Ameisenvogel, Weißkopf-Zaunkönig, Streifenbrust-Zaunkönig
nicht selten. Oft werden auch Rotbruststärling, Schwarzrücken-Baumsteiger,
Feuerbürzeltangare, Geradschnabel-Baumsteiger, Schneebussard, Doppelzahnweihe,
Däumlingssperber und Königsgeier nachgewiesen.
An der Mündung des Chagresflusses liegt die Kolonial-Festung
San Lorenzo (Weltkulturerbe). Bei den Gatunschleusen auf der
Karibikseite überqueren wir den Kanal und sehen, wie die Schiffe
in den Schleusen auf die Höhe des Gatunsees angehoben
bzw. auf Meereshöhe heruntergelassen werden.
7. - 8. Tag: Wie die Achiote Road hat
die legendäre Pipeline Road viele Jahre Weltrekorde
gehalten in der Zahl der Vogelarten pro Tag. Sie liegt im Tiefland zwischen
Atlantik und Pazifik, die hier nur 60 km voneinander entfernt sind, und
führt durch den Soberania Nationalpark. Dieser Wald
liegt im Übergang zwischen der trockeneren Pazifikseite und der immergrünen
Karibikseite mit fast doppelt so hohen Niederschlägen. Zwischen Gamboa
und Panama-City am Pazifik werden wir auch trockenere
Gebiete besuchen. Hier werden oft der endemische Panama-Laubtyrann,
aber auch Stutzschwanz-Segler, Gürtel-Faulvogel, Schwarzschwanz-Trogon
und Riesen-Ani angetroffen. Typisch sind Säugetiere
wie Kapuzineraffen, Mantelbrüllaffen, Zwei- und Dreizehenfaultiere
sowie Graukopf-Guan, Halsband-Arassari, Gelbkopf- und
Müller-Amazone, mehrereTrogonarten (Schieferschwanz-,
Schwarzkehl-, Veilchen-), Riesen-Glanzvogel, Schwarzkehlspecht, Gelbkehl-Krummschnabeltyrann,
Nördliche Gelbhosenpipra, Trupial-Tangare, Krähen-Stirnvogel,
Kappen-Waldfalke und Tyrannenadler. In den Seengebieten
suchen wir nach Rotstirn-Blatthühnchen, Schlangenhalsvogel und
Schneckenweihe.
9. Tag: Heute besuchen wir den Erholungsort El Valle
(600 m NN), der in einem vor ca. 1 Mio. Jahren in sich eingestürzten
Vulkankrater liegt, und den Kraterrand auf etwa 800-1000 m Höhe.
Hier in den östlichen Ausläufern der Kordillera,
in dem mit Bromelien und Moosen überwachsenen Regenwald
des Naturschutzgebietes El Gaital halten wir Ausschau
nach endemischen Arten des Berglands wie Purpurkehl-Nymphe, Grüner
Elvirakolibri, Goldbauch-Trogon, Lauch-Arassari.
Meist werden bei den Exkursionen Blauscheitel-Motmot, Braunkappen-Laubtyrann,
Goldband-Pipra, Silberkehl-, Smaragd- und Schwarzachsel-Tangare,
Olivkappen-Baumsteiger, Grünstirn-Brilliantkolibri, Grüne Fadenelfe,
Graubauch-Kardinal und Weißschwanz-Bussard beobachtet.
10. Tag: Wir fahren durch das Tiefland
nach Westpanama. Unterwegs machen wir einen Halt bei
Las Macanas, ein Feuchtgebiet in der Nähe des Pazifiks.
Gesehen werden können hier Aplomado-Falke, Strichelkauz, Gelbbrust-Pfeifgans,
Brauner Sichler, Blassaugen-Zwergtyrann, Graubraun-Kleintyrann, Rostbrauen-Vireo,
Kleiner Gelbkopfgeier, Weißschwanz-Aar und Geradschnabel-Baumsteiger.
Nachmittags fahren wir weiter in die Provinz Chiriqui,
hier ist auch das Brutgebiet vom Goldschwanz-Saphirkolibri, Gelbschnabel-Kotinga,
Feuerschnabel-Arassari, Kapuzen-Ameisenwürger, Orangeband-Pipra,
Veragua-Mangokolibri und Buntkopfspecht.
11. Tag: Nach dem Frühstück fahren wir in die Berge
und überqueren die Kordillere auf 1.200 m Höhe.
Auf der Wasserscheide liegt das Waldschutzgebiet des Fortuna Stausees.
Viele endemische Arten der Bergregion sind meist anzutreffen u.a. Veilchenkehl-Nymphe,
Sperberschwanz-Trogon, Nacktkehl-Schirmvogel, Schwarzbauch-Kolibri, Braunbart-Maskentyrann,
Azteken-Bartvogel, Silberbrauen-Tapaculo, Gelbflanken-Seidenschnäpper,
Bangs- und Glanzfleckentangare, Zeledonie und Dickschnabel-Buschammer
sowie Prachtadler, Dunkelschnabel-Baumsteiger, Rostbürzel-Ameisenfänger,
Rostbrust-Ameisendrossel, Weißwangen-Laubtyrann, Graurücken-Bekarde,
Dreilappen-Kotinga, Blaukappen-Häher, Graurücken-Musendrossel,
Wiesen-Gelbkehlchen, Schwarzer Ameisenvogel, Schwarzschenkel-Kernknacker
und Finken-Buschtangare.
12. Tag: Morgendliche Wanderungen im Fortuna
sowie im Palo Seco Waldschutzgebiet. In den verschiedenen
Höhenlagen können wir eine Vielzahl weiterer endemischer Arten
wie Sperberschwanz-Trogon, Grauscheitel-Kotinga, Schwarzkehl- und
Zeledon-Zaunkönig, Schwefelbürzel-Tangare aberauch
Grünibis, Schwarzkopf-Musendrossel, Blaukappen-Organist, Graukehl-Buschtangare,
Kupfer-Schattenkolibri, Kastanienspecht, Flammen-Tangare, Olivrücken-Organist,
Montezuma-Stirnvogel, Braunhäher, Olivscheitel-Gelbkehlchen, Braunbürzel-Pfäffchen,
Rotschwanz-Glanzvogel beobachten. Am Nachmittag fahren wir in die
Berge der Provinz Chiriqui.
13. Tag: Wir besuchen den Nebelwald des Nationalparks
La Amistad auf einer Höhe von 2.000-2.500 m NN und suchen
den Göttervogel der Inkas den Quetzal sowie Mohrenguan,
Chiriqui- und Costa-Rica-Taube, Feuerkehl-Kolibri, Vulkanelfe
und Goldbauch-Trogon. In den dichten Wäldern sind meist
auch Azteken- und Anden-Bartvogel, Lauch-Arassari, Rotbrust-Stachelschwanz,
Trauer- und Schwarzkappen-Schnäppertyrann, Braunbart-Maskentyrann,
Gelbkehlvireo, Silberhäher, Fahlstreif-Zaunkönig, Masken-Klarino,
Graukehl-Musendrossel und Rußdrossel anzutreffen.
Gelbflanken- und Langschwanz-Seidenschnäpper, Feuer-, Halsband-
und Schwarzwangen-Waldsänger, Zeledonie, Weißbrauen-Buschtangare,
Zimtbauch-Hakenschnabel, Gelbschenkel- und Großfußbuschammer,
Schwarzschenkel-Kernknacker und Goldbrauenorganist sind
nicht selten.
14. Tag: Wir besuchen die Kaffee-Finca
Hartmann (900 m NN) mit ihrem alten Sekundärwald. Idealer
Lebensraum für Hoffmann-Sittich, Weißschopfelfe, Grüner
Elvirakolibri, Weißkehl-Nymphe, Azteken-Bartvogel, Lauch- und
Feuerschnabel-Arassari, Ridgway-Kotinga, Ufer-Zaunkönig, Cherrie-Tangare,
Schwarzschenkel-Kernknacker und Stirnflecken-Organist. Oft
können auch der Glatzenkopf-Papagei und der Sperber-Waldfalke
gesehen werden. Am Nachmittag besuchen wir das Naturschutzgebiet
Lagunas de Volcan (1.300 m NN), auf den zahlreichen Seen sind
meist Gelbstirn-Blatthühnchen anzutreffen. In den
umliegenden Wäldern wurden bisher häufig König-, Ruß-
und Olivmantelspecht, Oliv-Baumsteiger, Rotgesicht-Baumschlüpfer,
Graurücken-Dickichtschlüpfer, Ockerbrillen-Blattspäher,
Zimtkehl-Baumspäher, Trauerdrossel, Elfen-Waldsänger, Masken-Gelbkehlchen
und Schwalben-Organist gesehen.
15. Tag: Am Morgen haben wir noch einmal die Möglichkeit,
Vogelarten der Nebelwälder im Nationalpark Baru
(2.000 m NN) zu beobachten, z.B. Tropfenwachtel, Veragua-Sittich,
Gelbscheitel-Breitschnabeltyrann, Weißbinden-Tangare. Der Vulkan
Baru war vor ca. 1.500 Jahren das letzte Mal aktiv und ist mit
3.475 m der höchste Berg Panamas.
Auf dem Weg zum Flughafen in David machen wir noch kurze
Stopps und suchen die endemischen Weißschopfelfe und den
Ufer-Zaunkönig aber auch Halsband-Segler und Streifenkopf-Buschammer
sind meist in dem Gebiet.
16. Tag: Wenn wir morgens noch Zeit haben,
besuchen wir das Tocumen Feuchtgebiet, hier sind weitere
Spezialitäten zu erwarten wie Kappenreiher, Fleckenkehl-Schattenkolibri,
Elster-Wassertyrann und Kleiner Bentevi. Andere interessante
Arten sind Perlaar, Schopf-Karakara, Savannen-Bussard, Zitronentyrann,
Schwarzkehl-Mango, Kahnschnabel, Nachtreiher, Rotschnabel-Pfeifgans, Fischadler,
Rostschwingen-Maskentyrann. Auf den Schlickflächen entlang der
Küste können vor allem während der Zugzeit viele Limikolen
erwartet werden.
Rückflug nach Deutschland. Wer die Verlängerung nach Darien
gebucht hat, bleibt noch eine Nacht im Hotel und fährt am 17. Tag
weiter nach El Real.
17. Tag: Landung in Deutschland.