Diese Reise ist derzeit nicht in unserem Programm, sie kann aber für kleine Gruppen organisiert werden.

Keas, Kiwis und Kakas in Neuseeland

Diese ornithologische Studienreise macht die Teilnehmer mit der Vogelwelt Neuseelands vertraut und bietet außerdem Gelegenheit zur Beobachtung arktischer Zugvögel. Die Reiseroute ist so angelegt, daß sowohl typische, als auch seltene und akut vom Aussterben bedrohte Vögel beobachtet werden können. Nach Möglichkeit wird dies in der natürlichen Umgebung geschehen. Es besteht mehrfach die Gelegenheit, Vögel vom Boot aus zu beobachten. Um einen Gesamteindruck des Landes zu vermitteln, werden auch touristisch bedeutungsvolle und interessante Orte besucht.
In Abwesenheit von Landsäugetieren konnte sich in Neuseeland eine artenreiche und zum Teil ungewöhnliche Vogelwelt entwickeln. Lange Zeit blieb diese unbeeinflußt und führte zur Besetzung ökologischer Nischen, die in anderen Ländern von Säugetieren eingenommen wurden. Als Folge verloren viele Vögel ihre Flugfähigkeit. Die Besiedelung des Landes durch polynesische Einwanderer ungefähr im 11. Jahrhundert und die damit verbundene Einführung von Säugetieren störte dieses harmonische Gleichgewicht. Beschleunigt wurde dieser Vorgang ab Mitte des letzten Jahrhunderts mit der Einwanderungswelle der Europäer. Es wurden nicht nur Freßfeinde eingeführt, sondern es fand auch eine dramatische Veränderung des Lebensraumes statt. Die Vogelwelt des Landes hat sehr darunter gelitten, und viele Vogelarten sind innerhalb kürzester Zeit ausgestorben. Heute macht man alle Anstrengungen, so viele Arten als möglich zu erhalten. Das Problem scheint schier unüberwindbar. Allerdings wurden hier neue Methoden zur Artenerhaltung entwickelt und z.T. erfolgreich angewandt. Einige werden auf dieser Reise vorgestellt und erläutert.

1. - 3. Tag: Flug über Singapur nach Auckland. Wenn die Zeit reicht, kann in Singapur eine kurze Stadtrundfahrt gemacht werden. Transfer zum Hotel. Erste Vogelbeobachtungen in der Nähe von Auckland.

4. Tage: Ausflug und Besuch der Australtölpelkolonie in Muriwai nördlich von Auckland. In dieser Brutkolonie kann man die Vögel ganz aus der Nähe beobachten. Der Rest des Nachmittages steht zur freien Verfügung.

5. Tag: Bootsfahrt auf dem Hauraki Golf und Besuch der Tiritiri Matangi Insel. Auf dieser Insel wurde in den achtziger Jahren ein Wiederaufforstungsprogramm unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung gestartet. Alle Säugetiere wurden vernichtet, und der ursprüngliche Zustand soll wieder hergestellt werden. Die Insel ist ein "open reserve", d.h. der Öffentlichkeit zugängliches Naturschutzgebiet und ist gleichzeitig Zufluchtsort für gefährdete einheimische Vogelarten wie Takahe, Rotsattelstar und Aucklandente.

6. Tag: Wir verlassen Auckland und fahren Richtung Süden an den Firth of Thames. Das reichhaltige Nahrungsangebot in Miranda zieht alljährlich hunderttausende Limikolen an. Neben tausenden Zugvögeln aus Sibirien und Nordamerika wie Spitzschwanz-, Rotkehl- und Sichelstrandläufer, sehen wir dort auch den einheimischen Schiefschnabel und Maoriregenpfeifer. Mehrere Stunden Vogelbeobachtung sind vorgesehen, ehe wir gegen Abend von Auckland nach Christchurch auf die Südinsel fliegen.

7. Tag: Wir verlassen Christchurch und fahren durch abwechslungsreiche Landschaft in Richtung Arthurs Paß. Unterwegs bestehen Gelegenheiten zu kleineren Wanderungen und Vogelbeobachtungen. Oberhalb der Baumgrenze kann man mit etwas Glück Felsschlüpfer sehen. Übernachtung in Arthurs Paß.

8. Tag: Heute fahren wir an die Westküste der Südinsel. Wir werden zweimal in Franz Josef übernachten. Unterwegs Besuch der Kotuku Kolonie in Okarito. Der Kotuku (Silberreiher) spielt in der Maorimythologie des Landes eine bedeutende Rolle. Er versinnbildlicht Einzigartigkeit und Schönheit. Glücklich konnte sich jener schätzen, der ihn ein einziges Mal in seinem Leben zu Gesicht bekam. Weiterfahrt nach Franz Josef Gletscher.

9. Tag: Ein Tag an der Westküste. Je nach Wetter kann eine längere Wanderung unternommen werden, auf der Suche nach den Keas. Übernachtung in Franz Josef.

10. Tag: Wir verlassen die Westküste und fahren über den Haast Paß nach Wanaka.

11. Tag: Früher Aufbruch und Fahrt über Queenstown nach Te Anau ins Fjordland. Dieses Gebiet ist ein Nationalpark mit World Heritage Status. Er zählt mit zu den größten der Welt und ist Zufluchtsort für viele seltene Tiere.

12. Tag: Tagesausflug zum Milford Sound. Kreuzfahrt, vorbei an Seebärenkolonien, auf dem Milford Sound. Auf der Rückfahrt leichte Wanderung zur Beobachtung von Waldvögeln wie Tui, Graufächerschwanz und Makomako.

13. Tag: Auf der Southern Scenic Route Richtung Süden nach Invercargill. Weiter nach Bluff. Von Bluff mit der Fähre auf die Stewart Insel. Heute oder morgen abend werden wir eine Nachtexkursion zu den Streifenkiwis machen. Dort zwei Übernachtungen.

14. Tag: Am Vormittag werden wir von einem ortskundigen Führer auf die Ulva Insel begleitet. Dort sind Maorifruchttauben, Wekarallen, Sittiche und Kaka. Auf dem Meer sind immer wieder tausende Dunkle Sturmtaucher und mit etwas Glück Buller- und Weißkappenalbatrosse zu sehen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.

15. Tag: Zurück aufs Festland und weiter auf der Southern Scenic Route durch den Catlins State Forest nach Dunedin. Auf der Fahrt besteht die Gelegenheit, Busch- und Waldvögel zu hören und zu sehen.

16. Tag: Vormittags Stadtbesichtigung. Nachmittags Besuch der Otago Halbinsel mit seiner einzigartigen Vogelwelt. Bootsfahrt und Besuch der Königsalbatroskolonie.

17. Tag: Die Beobachtung der seltenen Gelbaugenpinguine ist für den Morgen bei Sonnenaufgang vorgesehen. Weiterfahrt nach Norden zu den berühmten Moeraki Boulders. Durch das Waitakital auf die Mackenzie Hochebene. Dieses intramorane Becken wird von den höchsten Bergen des Landes überragt. In den Flußverwilderungen nisten seltene neuseeländische Vögel, die Seen sind Heimat zahlreicher Wasservögel wie Weißwangenreiher, Weißgesichts-Stelzenläufer, Paradies Kasarka, Augenbrauen- und Weißkehlenten. Zwei Übernachtungen in einer Lodge mit Blick auf den Mount Cook, den höchsten Berg Neuseelands.

18. Tag:
Erkundung der Mackenzie Ebene auf der Suche nach Wildpopulationen des seltenen Schwarzen Stelzenläufers. Mitarbeiter des Department of Conservation werden uns das Hilfsprogramm zur Rettung des seltenen Schwarzen Stelzenläufers erläutern. Zweite Übernachtung in Lake Ohau.

19. Tag: Weiter an den türkisblauen Tekaposee. Dort besteht die Möglichkeit zum Rundflug über den Mount Cook und Westland NSG (nicht im Preis enthalten).

Wir fahren hinunter in die fruchtbare Canterburyebene, die Kornkammer Neuseelands. Hier sind meist Sumpfweihen und Graubauchseeschwalben zu sehen. Zwei Übernachtungen in Christchurch.

20. Tag: Fahrt vorbei am vogelreichen Lake Ellersmere auf die der Stadt vorgelagerte Banks Halbinsel. Im Ort Akaroa kann man noch deutlich den französischen Einfluß spüren. Von dort werden wir aufs Meer hinausfahren und sicherlich die seltenen Hektordelphine sehen können.

21. - 22 Tag: Zur freien Verfügung; Transfer zum Flughafen; Abflug nach Frankfurt.

   

Bitte beachten: Einige Ausflüge sind wetterabhängig. Bei sehr stürmischem Wetter oder ungünstiger Tide werden, soweit möglich, Alternativen angeboten.

Teilnehmer: maximal 7, minimal 5 Personen

Im Reisepreis enthalten:
- Übernachtung in Hotels mit DU/WC
- Halbpension
- Flug
- Fahrtkosten
- deutschsprachige Reiseleitung ab Neuseeland
- Führungskosten
- Eintrittsgelder laut Reiseplan
- Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
- Sicherungsschein

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