Bei dieser Tour sind noch 6 Plätze frei. Sollten Sie an der Tour
Interesse haben, müssen Sie sich bis Juli 2011 anmelden, da wir abhängig
von den angemeldeten Teilnehmern ein Schiff chartern.
Es ist wohl der Traum eines jeden Ornithologen und Tierfreundes, einmal
im Leben die Galapagosinseln zu besuchen. Wir können Ihnen eine 2wöchige
Reise zum Archipel, etwa 1.000 km westlich von Südamerika, anbieten.
Hier fand der berühmte Forscher Charles Darwin 1835 viele Beweise
für seine Theorie über die Entstehung der Arten. Die Einmaligkeit
der Tier- und Pflanzenwelt lockte immer wieder Wissenschaftler aus aller
Welt an, aber erst 1959 wurde der Großteil der Inseln zum Nationalpark
und Weltnaturerbe erklärt. Die Unterwasserwelt folgte erst 1988.
Nirgendwo auf der Erde läßt sich die Evolution so anschaulich
und hautnah erleben, und wegen der vielen vulkanischen Phänomene
ist die Inselwelt auch für Geologen überaus interessant.
Im Laufe der Reise, geführt von einem deutschsprachigen Reiseleiter,
besuchen wir verschiedene Inseln und landen auch an Punkten, die von vielen
Touristen nicht aufgesucht werden. Übernachtet wird auf dem Schiff.
Die Inseln liegen auf dem Äquator, deshalb ist das Klima tropisch,
aber der Wind und das Meeresklima schaffen eine angenehme Atmosphäre.
Ein Besuch der Albatrosse auf Espanola ist einer der Höhepunkt der
Reise. Weitere Highlights sind natürlich die flugunfähigen Kormorane,
die Galapagos-Pinguine, der Galapagos-Bussard, die Gabelschwanz-Möwe
oder der farbenprächtige Galapagos-Flamingo, den hier niemand erwartet.
Teils ganztägige Aufenthalte auf einigen Inseln lassen uns Zeit,
die Tierwelt besonders intensiv zu beobachten und das beste Fotolicht
abzuwarten.
1. Tag: Flug Frankfurt - Quito
(Hauptstadt v. Ecuador) .
2. Tag: Morgens Landung in Quito und Transfer zum Hotel. Fahrt
Richtung Norden zum Guápulo. Von hier hat man
eine schöne Aussicht auf die angrenzenden Täler von Quito. Anschließend
Besichtigung der Altstadt von Quito, Kathedralen aus
der Kolonialzeit, bunter Indiomarkt, Plaza San Francisco; in hohen Bäumen
können wir laut rufende Kolibris beobachten; evtl. Ausflug
an den Stadtrand, um die Vogelwelt an den Andenhängen zu beobachten.
3. Tag: Transfer zum Flughafen und Flug nach Galapagos.
Vor der Zwischenlandung in Guyaquil guter Blick auf das
zu dieser Zeit meist überschwemmte Urwald-Tiefland des Rio
Daule. Viele Truthahn- und Rabengeier an der
Landebahn sowie exotische Schmetterlinge. Weiterflug nach Baltra,
wo uns das Bootsteam abholt. Nach dem Bezug der Kojen Fahrt durch den
sog. Südkanal zwischen Baltra und
Santa Cruz zur Insel Plaza. Unterwegs
Meerespelikane und mit etwas Glück erste Delphine.
Landgang auf Plaza, an der Landungsstelle viele Galapagos Seelöwen.
Auf der Insel beobachten wir die legendären Drusenköpfe
(Landleguan) bei ihren Aktivitäten. An der 25 m hohen Steilklippe
der Südseite gute Bedingungen, um Rotschnabel-Tropikvogel, Audubon-Sturmtaucher,
Madeira-Wellenläufer sowie vereinzelt auch Blaufußtölpel
und Fregattvögel zu beobachten. An einer steilen Klippe
finden wir den Ruheplatz vieler Seelöwen-Junggesellen. Zurück
durch lichten Kaktuswald und vorbei an von Seelöwen blank polierter
Kissenlava, können wir den Großen Kaktusfink und vielleicht
auch den Goldwaldsänger beobachten. Mit sehr viel Glück
begegnet uns auch die hier nur an wenigen Stellen im Archipel zu findende
Galapagos-Sumpfohreule. Im Meer gibt es viele Yellowailed
Mullets, eine endemische Form der Gestreiften Meeräsche.
Weiterfahrt nach Santa Fe.
4. Tag: Bei unserem Landgang auf der
etwas vom Tourismus verschonten Insel, beobachten wir die spezielle Inselrasse
des Landleguans. Die Chancen stehen gut, auch die seltenen und
versteckt lebenden Jungtiere zu finden. Besonders beeindruckend sind die
mächtigen, bis zu 12 m hohen Baumkakteen. Nachmittags Weiterfahrt
nach Puerto Ayora. Landgang in Puerto Ayora auf Santa
Cruz (größter Ort des Archipels) und Bummel durch
den Ort. Besuch der Darwin Station. Gute Möglichkeit
zum Beobachten verschiedener Darwin-Finken, Goldwaldsänger, Glattschnabelani,
Galapagos-Schwalben, Galapagos-Tauben, Lava-Eidechsen, Insekten und
Pflanzenarten. Ausgiebiger Besuch der Schildkröten-Aufzuchtstation
und der Freigehege mit den Sattelrücken-Schildkröten.
Wenn Interesse besteht, fahren wir mit dem Beiboot über die Academy
Bay und wandern dort am Westufer durch herrlichen Säulenkakteenwald.
Dort können wir Finken, Goldwaldsänger, Breitschnabel-Fliegenschnäpper
und Galapagos-Tauben sowie Lava-Reiher und
Lava-Eidechsen beobachten. In der Divine Bay können
wir noch ein Bad nehmen. Nachts Auslaufen nach Rabida
nordwestlich von Santa Cruz.
5. Tag: Vormittags Landgang auf Rabida
mit seinem roten Sandstrand. Besuch der Binnenlagune, auf der wir mit
etwas Glück die ersten Galapagos-Flamingos antreffen. Im
Mangroven-Gebüsch ruhen viele Seelöwen. Außerdem
treffen wir hier auf viele Seevögel, Insektenarten und besonders
große Lava-Eidechsen. Bei Ebbe kommen zahlreiche Gespenster-Krabben
aus dem Sand und hinterlassen bei der Nahrungssuche charakteristische
Sandpillen. Weiterfahrt in die Sulivan Bay der Insel
Santiago (James). Dort Landgang in den Lavafeldern. Hier ist
es möglich, die verschiedensten Lava-Phänomene zu studieren.
6. Tag: Landgang auf Bartolome und Besteigung
des 114 m hohen Vulkans. Von hier aus der schönste Blick über
den Pinnacle Rock (eine 45 m hohe Felsnadel) und die
Insel Santiago. Der schönste Platz im gesamten Archipel.
Hier muß man gewesen sein. In der Umgebung interessante Pionierpflanzen
wie Tiquilia und Maytenus octegena und phantastisch
wilde Explosionskrater. In den Aufwinden am Vulkan halten sich oft stundenlang
immature Bussarde auf. Nachts fahren wir weiter nach Tower.
7. Tag: Im teilweise eingebrochenen Vulkankrater der Darwin
Bay gehen wir vor Anker. Bei zwei Halbtagesexkursionen werden
wir Brutplätze der Binden- und Prachtfregattvögel,
Masken- und Rotfußtölpel (größte Brutkolonie
des Archipels mit über 100.000 Brutpaaren) besuchen. Nachts fahren
wir zur Westseite von Santiago.
8. Tag: Wir ankern in der James
Bay bei Puerto Egas (verlassene Salzgewinnungsanlage)
und besuchen die bezaubernden Basaltgrotten mit den berühmten
Galapagos-Pelzrobben, die keinerlei Scheu zeigen. Wer sich traut,
kann mit ihnen tauchen und schwimmen. Im Gegensatz zu den Seelöwen
verteidigen die Bullen keinen Harem und sind im Wasser unglaublich neugierig.
Bei Ebbe lassen sich hier auch sehr gut die Meerechsen beim Abweiden
der Algen beobachten. Diverse Seevögel wie Krabbenreiher, Gabelschwanz-
und Lavamöwe, Blaufußtölpel u.v.a. sind
ebenso zu sehen.
9. Tag: Vorbei an der Nordspitze von Isabela,
fahren wir weiter zu deren Westseite. Landgang am frühen Morgen am
Tagus Cove. Leichte Bergwanderung, Felsgravuren im Lava-Tuff
von früheren Besuchern. Vorbei am Kratersee Darwin
wandern wir hinauf in die wilde Vulkan-Landschaft zwischen den Kratern
Darwin und Wolf; durch letzteren verläuft
der Äquator. Nach dem Mittagessen an Bord fahren wir entlang der
an Hawaii erinnernden Steilküste aus vulkanischem Tuff. Hier haben
wir gute Voraussetzungen, Masken- und Blaufußtölpel,
Noddi-Seeschwalben und eine faszinierende Unterwasserfauna zu erleben.
Nachmittags Fahrt zur westlichen Nachbarhalbinsel Fernandina
und Landgang am Punta Espinosa. Seelöwen, Kormorane,
viele sehr große Meerechsen, Bussarde, Fregattvögel und
Goldwaldsänger können wir hier ausgiebig beobachten. Wir
warten den Sonnenuntergang ab, um diverse Tiere noch im Abendlicht zu
fotografieren. Dann geht es schnell zurück zum Schiff, denn nach
Sonnenuntergang müssen die Inseln verlassen sein.
10. Tag: Nochmaliger Landgang am Punta
Espinosa. In Lavaspalten achten wir hier auf die schönste
aller Galapagos-Schlangen, die ungiftige, aber schön gefärbte
Dromicus-Natter, von der es 6 Inselrassen gibt. Sonst stehen Seelöwen-
und Vogelbeobachtungen im Vordergrund und natürlich die Meerechsen.
Aber auch die knallroten Klippenkrabben lassen sich hier hervorragend
ablichten. Weiterfahrt in die Urvina Bay und kurzer Landgang.
Interessante Formationen durch Landhebung vulkanischen Ursprungs. Korallenstöcke,
abgestorbene Meerestiere und die dicken Stacheln des Bleistiftseeigels
übersähen das Areal. Aber auch Schwefelfalter, Galapagos-Buntheuschrecken
und interessante Spinnenarten werden oft gesehen.
11. Tag: Umrundung der Islas Mariela, zwei kleinen
Lavainseln in der Elisabeth Bay. Hier gibt es Seelöwen,
Pinguine, Blaufußtölpel und Meerechsen. Dabei
Möglichkeit zum Schnorcheln. Beeindruckend farbige Unterwasserwelt
mit tropisch bunten Fischen, jagenden Pinguinen, endemischen
Seeigeln, mit viel Glück auch Schwarze Korallen.
Gute Möglichkeit, Blaufußtölpel beim Sonnenbad
oder beim Stoßtauchen zu beobachten. Bootsausflug in die Mangroven-Lagune
der Elisabeth-Bay. Dort meist Stummelflügelkormorane, Grüne
Meeresschildkröten bei der Paarung, Goldwaldsänger,
Gefleckte Adlerrochen.
12. Tag: Fahrt zur Punta Moreno
auf Isabela und Landgang. Fahrt mit dem Panga in die
Mangroven-Lagune und Wanderung über die bizarren und schuhmordenden
Lavafelder des Cerro Azul. Neben der Grünen
Meeresschildkröte, Kormoranen, Fregattvögeln und Seelöwen
erleben wir hier eine sehr junge Lava-Formation. In kahlen Spalten
gedeiht der endemische Lava-Kaktus sowie der Kandelaber-Kaktus.
In isolierten Süßwassertümpeln können wir eine kleine
Welsart beobachten.
Landgang in Villamil (ehemalige Strafkolonie) im Süden
der Insel. Hinter dem Ort Besuch einer kleinen Lagune, auf der wir Galapagos-Flamingos
aus nächster Nähe beobachten. Außerdem Bahama-Enten
und bunte Libellenarten. Mit etwas Glück begegnen wir auch
einigen Riesenschildkröten. Abends Weiterfahrt nach Floreana.
13. Tag: In Puerto Velasco Ibarra bekommen wir
den legendären Galapagos-Stempel für unsere Ansichtskarten.
Danach Weiterfahrt in die Post Office Bay, wo wir unsere
Grußkarten in der weltberühmten Walfänger-Tonne deponieren
können. Danach Fahrt zur Teufelskrone (abgesunkener
Vulkankrater an der Küste). Die Unterwasserwelt sucht ihresgleichen
und ist auch für erfahrene Unterwasserfreaks ein Geheimtip. Die Begegnung
mit den bunten Riff-Fischen, den 6 Haienarten, den Krustentieren, Muscheln
und Meerschnecken braucht keinen Vergleich zu scheuen. Mit etwas Glück
begegnet uns der Galapagos-Fledermausfisch oder der Galapagos-Bärenkrebs.
Aber auch über Wasser, inmitten der gezackten Kraterreste gibt es
eine interessante Seevogelwelt.
14. Tag: Landung am Punta Cormoran
von Floreana. Der Strand wirkt hier oft grünlich
von den angeschwemmten Olivin-Halbedelsteinen. Dahinter liegt
eine ausgedehnte Lagune, auf der wir mit etwas Glück auch die auffallende
Balz der Galapagos-Flamingos beobachten können. Auf einer
kurzen Wanderung durch Lecocarpus pinnatifidus-Gebüsch (weltweit
nur auf Floreana) erreichen wir einen bei Meeresschildkröten
sehr beliebten Sandstrand und beobachten dort Stachelrochen,
Krabben und Seevögel. Abends Abfahrt nach Espanola
(Hood). 15. Tag: Ankunft auf Espanola
(Hood) am Morgen bei Punta Suarez. Erster Landgang zwischen
Seelöwen und Spottdrosseln. Besuch der berühmten,
nur hier zu findenden Meerechsen mit ihrer roten Grundfärbung.
Eiablage, Revierkämpfe und Paarung können wir unter Umständen
noch erleben. Spottdrosseln, Galapagos-Tauben, Bussarde, Masken- und
Blaufußtölpel sehen wir aus nächster Nähe. Auch
eine neue Inselrasse der Dromicus-Schlange und die größte
Unterart der Lava-Eidechse finden wir hier. An den Klippen brütet
die Gabelschwanz-Möwe, die nur nachts auf Jagd geht, vermutlich
um den Attacken der Fregattvögel zu entgehen. Weiterer Landgang
auf Espanola, Beobachtungen bei den Meerechsen,
Blaufußtölpeln und Albatrossen. An der Südküste
beobachten wir das berühmte Blasloch. Bei Flut wird
Meerwasser durch einen Spalt gepreßt und schießt alle paar
Minuten wie ein Geysir in den Himmel.
16. Tag: Ganztägiger Aufenthalt auf
Espanola (Hood). Unser Hauptinteresse gilt den Meerechsen,
Möwen, Tölpeln und Tauben, vornehmlich
dem Wellenalbatros, dessen Weltpopulation von etwa 12.000 Paaren
ausschließlich hier brütet. Wir erleben die interessante Balz
mit den bekannten Schnabelgefechten. Auch bei der Balz der Blaufußtölpel
können wir interessante Beobachtungen machen. Für den botanisch
Interessierten gibt es viele endemische Pflanzen, die wiederum viele Insekten
wie die Nachtfalter anlocken, die zum größten Teil
noch nicht erforscht sind. Am Abend oder in den frühen Morgenstunden
fahren wir zur Insel San Cristóbal. Wenn es dunkel
wird, können wir immer wieder das von Plankton verursachte Meeresleuchten
beobachten, besonders wenn Haie in Fischschwärmen jagen.
Abends Fahrt nach North Seymour.
17. Tag: Morgens Landgang und Wanderung im Balsambaum-Wald
(Palo Sante = Heiliges Holz) bis zur Kolonie der Prachtfregattvögel.
An der Nordwest-Küste finden wir eine überwältigende Brandung
vor, in der Galapagos-Pelzrobben "surfen". Mittags
Fahrt nach Baltra und Abflug nach Quito
über Guyaquil. Transfer zum Hotel.
18. Tag: Exkursionen zum Cotopaxi Nationalpark,
dem höchsten aktiven Vulkan der Welt und Besuch des Limpiopungo
Sees.
19. Tag: Zeit zur freien Verfügung in Quito.
Tip: Buchladen in der Juan Leon Mera 851. Ein internationaler Buchladen,
in dem Sie Galapagos-Literatur in allen Sprachen bekommen. Einchecken
am Flughafen und Abflug nach Deutschland.
Der Reiseablauf kann nicht garantiert werden, da die Nationalparkverwaltung
die Touren unter Berücksichtigung der Wünsche plant, aber sich
offen hält, die Route auch kurzfristig verändern zu können.
Bei all unseren Galapagosreisen besteht die Möglichkeit einer Verlängerung
in Ecuador.