Wir bieten zwei verschiedene Reisen mit Schwerpunkt Pantanal an: eine
längere Tour, bei der wir uns auf die Transpantaneira konzentrieren
und speziell nach dem Jaguar suchen werden, aber auch den Südrand
von Amazonien aufsuchen, und eine kürzere (s. nächste Rei-se),
bei der wir neben der Transpantaneira die besonders artenreiche Seenregion
im Pantanal besuchen. Der Ausflug nach Amazonien ist nicht inbegriffen;
er wird als Verlängerung mit einem Besuch der Cristalino Jungle Lodge
angeboten.
Brasilien ist eines der artenreichsten Länder aufgrund der Vielzahl
von Lebensräumen, von den Regenwäldern in Amazonien und an der
Atlantikküste über das Gras-Buschland des Cerrados bis zum Überschwemmungsgebiet
des Pantanals. Wir besuchen typische Beispiele für diese Landschaften,
insbesonders das Pantanal. In diesem Feuchtgebiet sind die Haupt-Attraktionen
Hyazinthara, Jabirustorch und Ansammlungen von Waldstörchen, Reihern
(14 Arten, darunter Speer- und Zickzackreiher), Ibissen (5 Arten), Rosalöfflern
und anderen Feuchtgebietsarten (Sonnenralle, Zwerg-Binsenralle, Rallenkranich,
Halsband-Wehrvogel, 5 Eisvogelarten) und Greifvögeln (Fisch-, Savannen-,
Schwarzbussard, Sperber- und Schneckenweihe, Aplomado-, Fledermaus- und
Lachfalke, Gelbkopfgeier...). Wir konnten oft über 150 Arten pro
Tag notieren! Wasserschwein, Sumpfhirsch, Flußotter und Brüllaffe
sind häufig zu sehen, mit etwas Glück Ameisenbär, Riesenotter
oder Tapir. Bei der ersten Reise widmen wir zwei Tage ganz der Suche nach
Jaguaren, bei der zweiten besuchen wir stattdessen die landschaftlich
reizvolle und artenreiche Seenregion. Vom Pantanal aus fahren wir zum
NP Chapada dos Guimaraes, wo wir die eigentümliche Vogelwelt des
Cerrados kennenlernen (u.a. Maracana- und Grünflügel-Ara, Riesentukan,
Zimt-Bandvogel). Nur bei der ersten Reise fahren wir weiter an den Rand
Amazoniens am Rio Claro. Hier sind amazonische Regenwaldarten besonders
gut zu beobachten. Wir runden die Reise ab im Hochgebirge (bis 2787 m)
des Itatiaia-NP bei Rio de Janeiro. Die Futterstellen für die prachtvollen
Tangaren- und Kolibriarten der Bergwälder sind perfekt für Fotografen.
Besonderheiten sind hier u.a. Goldtukan, Riesen-Ameisenwürger, Tyrannenadler,
Itatiaia-Stachelschwanz und Blaubrust-Pipra.
1. Tag: Abends Abflug in Frankfurt/M.
2. Tag: Ankunft morgens in Brasilien, Weiterflug nach Cuiabá,
Fahrt ins Pantanal. Unterwegs begegnen wir oft Jabirus,
Nandus, Kaimanen oder Wasserschweinen.
3. - 4. Tag: Bei einer kurzen Bootstour in die Nähe einer
gemischten Reiherkolonie treffen wir Waldstörche, Silber-,
Schmuck-, Nacht- und andere Reiherarten, Rosalöffler, Wehrvögel,
Schlangenhalsvögel, vielleicht Virginia-Uhus und
Blauscheitel-Trogons.
5. Tag: Über die Transpantaneira mit ihren
130 Holzbrücken fahren wir tiefer in das Pantanal, vorbei an Jabiruhorsten,
Mönchssittichkolonien, Maguaristörchen, Ibissen, Rallenkranichen,
Schneckenweihen.... Von einem Turm aus sind oft Sumpfhirsche,
Ameisenbären und Brüllaffen zu entdecken. Am Bohlenpfad
sind viele Vögel ungewöhnlich zutraulich, z.B. Rotschwanz-Glanzvögel,
Rot-Sensenschnäbel oder Wellen-Tinamus, aber auch
Kapuzineraffen.
6. Tag: Ein besonderes Highlight ist die Bootstour auf dem Rio
Pixaim. Fast immer konnten wir hier Speerreiher, Kahnschnabel,
Erzfischer, Rotbrust-Guan, Binsenralle und Riesenotter sehen,
neben den häufigeren Wasservögeln und Massen von Kaimanen.
Die Beobachtungen hängen stark vom aktuellen Wasserstand ab.
7. - 8. Tag: Entlang der Transpantaneira
nach Süden und bei Bootsfahrten auf dem Rio Cuiabá
und seinen Nebenflüssen suchen wir intensiv nach Jaguaren.
Hier sind die Chancen für eine Begegnung mit dieser scheuen Großkatze
sehr gut.
9. Tag: Ein langer Fahrtag bringt uns in das Randgebirge im NP
Chapada dos Guimarães. Felswände, hunderte Meter
hoch mit spektakulären Wasserfällen, begrenzen das Pantanal-Tiefland.
Sie sind Schlaf- und Brutplätze von Maracana- und Grünflügel-Aras,
Pavua-Sittichen, Halsband-Seglern und Fledermausfalken.
10. - 11. Tag: Wir besuchen die unterschiedlichen Lebensräume
der Chapada. Im Buschland des Cerrado leben Seriema, Cerrado-Faulvogel,
Kanincheneulen, Zimt-Bandvogel und verschiedene endemische Tangaren.
In Galeriewäldern sind Schnurrvögel, wie die farbenprächtigen
Helm-, Bunt- und Schwanzbinden-Pipras häufig, ebenso
wie Blauscheitel-Motmot und Rotschwanz-Glanzvogel. Harpyie,
Zaun-, Pracht- und Elsteradler sind nur mit viel Glück
zu entdecken.
12. - 15. Tag: Eine mehrstündige
Fahrt über ausgebaute Straßen bringt uns zu einem geschützten
Waldgebiet am Rio Claro, am Südrand des hier sonst
großflächig gerodeten Amazonas-Regenwalds. Von einer Lodge
aus erkunden wir per Boot und zu Fuß verschiedene Waldtypen und
Altwässer. Häufig sind Aras wie Hyazintharas, Araraunas
oder Rotbauch-Aras und andere Papageien, Kehlbinden-Bartvögel,
Gould-Arassaris und andere Tukane. 2009 wurde hier die extrem
seltene Witwentangare von uns beobachtet, die von 1939 bis 2005
verschollen war. Mehrere Tukan- und Trogonarten, darunter der seltene
Pfauentrogon, Blauhals- und Bronze-Glanzvogel, der eigenartige
Palmsteiger und verschiedene Pipras konnten wir häufiger
beobachten. Tapire sind nicht selten, aber eher nachtaktiv. Sofern
der Horst besetzt ist, fahren wir auf dem Rückweg am Brutplatz einer
Harpyie vorbei.
16. Tag: Wir fliegen nach Rio de Janeiro und
fahren in die Serra de Itatiaia. Die Vielzahl der Vögel
am Hotel ist überwältigend! Regelmäßig zu sehen sind
u.a. Bronze-Guan, Gold-Tukan, Strichelkauz, Goldmaskenspecht, Dreifarben-
und andere Tangarenarten, Rubin-Kolibri und andere Kolibriarten.
17. - 18. Tag: Exkursionen in der Serra
de Itatiaia: Typische Arten, die wir in den Hochlagen des Gebirges
treffen können, sind Riesen-Ameisenwürger, Schwarzgold-Tijuca,
Itatiaia-Stachelschwanz, Diadem-Tangare, Zopf-Elfenkolibri. In den
Wäldern suchen wir Blaubrust-Pipra und Zimt-Piprite,
Halsband-Blattspäher, Bach-Stachelschwanz und Maus-Tapaculo.
19. Tag: Fahrt nach Sao Paulo oder Rio und Rückflug.
20. Tag: Ankunft in Deutschland.