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Äthiopien
Äthiopien, das Dach Afrikas, zählt zu den ornithologisch artenreichsten
und interessantesten Reiseländern Afrikas. Bisher wurden hier ca.
840 Vogelarten, darunter mind. 29 endemische Arten, nachgewiesen. Auch
die Säugetierfauna zeichnet sich durch eine Reihe endemischer Arten
und Unterarten aus wie z.B. Rotbauch-Dik Dik, Bergnyala, Soemmering-Gazelle,
Semienwolf und Blutbrust-Pavian. Von unserem Ausgangspunkt Addis Abeba
aus erkunden wir auf einer Rundreise die charakteristischen Lebensräume
dieses landschaftlich sehr abwechslungsreichen Landes. U.a. besuchen wir
die verschiedenen Seen entlang des ostafrikanischen Grabenbruchs und fahren
über die höchste befestigte Straße Afrikas (über
4.000 m NN). Dabei bereisen wir auf der Suche nach endemischen Arten auch
sehr abgelegene Gegenden, die gewöhnlich nicht von Touristen aufgesucht
werden.
Wir haben auf dieser Reise Gelegenheit, mehr als 400 verschiedene Vogelarten
(auf unserer ersten Reise im Februar 2003: 455 Arten, im Sept. 2004: 511
Arten), darunter viele endemische Vogel- und Säugerarten wie Blauflügelgans,
Braun-Ralle, Amharentaube, Klunkeribis, Ogaden- und Sidamolerche, Taranta-Rotstirnchen,
Gelbstirnpapagei, Wellen-Bartvogel, Singtimalie, Goldhalspieper, Weißrückenmeise,
Mönchspirol, Erzrabe, Weißschnabelstar, Schwarzkopf- und Gelbkehlgirlitz,
Zavattori-Krähe, Benson-Schwalbe, Blutbrustpavian, Soemmering-Gazelle
und Bergnyala kennen zu lernen. Im Februar konzentrieren sich viele Vögel
an den Wasserstellen und an den Lodges. Sehr viele Wintergäste aus
der Paläarktis (z.B. Greif- und Wasservögel) sind anzutreffen,
Regen ist selten und die Sichtbedingungen (z.B. für Trappen) in den
überwiegend abgefressenen Grasflächen sind sehr gut. Im September/Oktober
sind viele Finken- und Webervögel im Brutkleid, und viele Vogelarten
zeigen Brutverhalten (z.B. Kuckuck, Cistensänger, Lerche). Die Reisetemperatur
ist überwiegend angenehm, allerdings sind auch stärkere Regenfälle
möglich.
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1. Tag: Flug von Frankfurt nach Addis
Abeba.
2. Tag: Fahrt von Addis Abeba zum Gefersa-Stausee,
wo viele Wat- und Wasservögel wie z.B. Teichwasser- und
Stelzenläufer, Nil- und Blauflügelgans,
Schwarz- und Gelbschnabelente sowie der endemische Habeschdrongoschnäpper
und die Amharentaube vorkommen. Anschließend geht es nach
Nordosten in Richtung Ankober, auf einer steilen Straße,
in die intensiv genutzte Sultana-Ebene.
Hier finden sich Wiesen, Weiden, Getreidefelder mit »Teff«
(einheim. Getreide) und kleine Sumpfgebiete, wo u.a. Klunkeribis,
Blauflügelgans, Schwarzflügelkiebitz, Steinschmätzer, Goldkehlpieper
und Lerchen leben. Hier überwintern Kraniche und
Steppenadler. Von dort aus fahren wir auf abenteuerlicher Straße
zur Schlucht des Jemma-Flusses, wo uns
eine grandiose Aussicht erwartet. Unterwegs können wir mit etwas
Glück die ersten Blutbrustpaviane, Bart- und Schmutzgeier,
Augurbussarde, Schreiseeadler und Erckel-Frankoline
sehen. Übernachtung in sehr einfachem Hotel auf der Hochfläche
in Alem Ketema.
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3. Tag: Heute erkunden wir die Umgebung
von Alem Ketema und das Jemma-Tal. Auf
einer Frühexkursion versuchen wir, das seltene endemische Harwood-Frankolin
zu finden. Die Männchen rufen morgens exponiert auf Felsen. Weitere
Arten, mit denen wir hier rechnen können, sind Hemprichtoko,
Taranta-Rotstirnchen, Einfarbschmätzer, Waalia-Taube, Purpurmaskenbärtling,
Weißschnabelstar, Spiegel-, Einfarb- und Rotbauchschmätzer.
4. Tag: Wir brechen sehr früh auf und fahren über
Addis Abeba nach Osten zu den Kraterseen bei
Debre Zeit mit Beobachtungsstopps am Habra-See
(z.B. Nimmersatt, Rötelpelikan, Riedscharbe, Hottentottenente,
Tambourintaube, Schwarzhals- und Silberreiher), nach Sodere
am Awash-Fluss mit Beobachtungsmöglichkeiten in
der Gartenanlage (Taranta-Rotstirnchen, Bindenlärmvogel, Elfennektarvogel).
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5. Tag: Nach einer Exkursion im Gartengelände
(z.B. Schwarzschnabel-Baumhopf, Zwergsperber, Maronenweber) Fahrt
zum Awash-Nationalpark mit über 400 nachgewiesenen
Vogelarten, einem der artenreichsten Gebiete des Landes. Der NP besteht
aus einem Mosaik aus Grasland und Akazien und enthält eine Oase mit
Palmen und heißen Quellen. U.a. haben wir hier gute Chancen, Soemmering-Gazelle,
Kleiner Kudu, Beisa-Oryxantilope, Krokodil, Riesentrappe, Strichelwitwe
und Dunkelschmätzer zu sehen. Übernachtung in
einfacher Unterkunft im NP oder am Rand des NPs. Unterwegs exkursionieren
wir in einem Vulkangebiet, wo wir auf der letzten Reise Sombre-Schmätzer,
Gelbkehl-Girlitz und Helmstar beobachten
konnten. Ein weiterer Exkursionshalt wird am Beseka-See
eingelegt.
6. + 7. Tag: An diesen beiden Tagen haben wir ausgiebig
Gelegenheit, die verschiedenen Lebensräume des Gebietes (z.B. Grasland,
Vulkanfelsen, Galeriewald, Akaziensavanne, heiße Quellen) auch
zu Fuß zu erkunden, zu beobachten und zu fotografieren (Strauß,
Afrik. Schwalbenweih, Ohrengeier, Gaukler, Halsband-Zwergfalke, Schopffrankolin,
6 Trappenarten (z.B. Senegaltrappe, Hartlaubtrappe), Braunbauch- und
Wellenflughuhn, Harlekin-Wachtel, Strichelracke, Drossel- und
Namaspecht, Perlen-Bartvogel, Großer Honiganzeiger, Goldschnabelhopf,
Blauwangenspint, Kapkuckuck, Riesen- und Ogadenlerche, Fahlkehlschwalbe,
Rosenwürger, Stroh- und Glanzwitwe).
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8. Tag: Fahrt nach Südwesten durch
das Riff-Valley zum Koka- und
Zwai-See (Glocken- und Goliathreiher, Kronenkranich,
viele andere Reiherarten, Schlangenhalsvogel, viele Enten) und zum
Langano-See. Unterwegs besuchen wir eine Mülldeponie
mit sehr vielen Marabus, Adlern und Geiern (u.a. Steppenadler
und Ohrengeier). Die Hotelanlage liegt am Seeufer, am Fuß
einer Felskante, mit sehr guten Beobachtungsmöglichkeiten (u.a. Blassuhu
und Greyish Eagle Owl).
9. Tag: Nach einer Frühexkursion auf dem Hotelgelände
(z.B. Wellenbartvogel, Schluchtenrötel, Rotbauchschmätzer,
Akaziensänger) Besuch des Abiala-Sees, einem
Salzsee mit vielen Rosa- und Zwergflamingos, Rötel-
und Rosapelikanen und zahlreichen Wasser- und Watvogelarten
(z.B. Temminck-Rennvogel, Odinshühnchen) sowie guten Beobachtungsmöglichkeiten
für Singvögel in den Akazien und Klippen der Umgebung
(z.B. Wellen-Bartvogel). Hier leben auch Grant-Gazellen,
Schwarzbauch- und Riesentrappen.
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10. Tag: Heute verlassen wir das Riff
Valley und fahren auf steiler Straße nach Südosten durch Grasland
und Bergwaldbestände in die Bale-Berge nach Goba.
Unterwegs sehen wir bei Dinsho die ersten Riedböcke
und Bergnyalas, für die das Gebiet bekannt ist.
11. Tag: An diesem Tag erkunden wir das Hochland auf der Suche
nach vielen interessanten Vogelarten wie Klunkeribis, Braun-Ralle,
Rostgans, Steinadler, Bergbussard, Klunkerkranich, Berg- und
Braunnackenfrankolin, Strichelbrustkiebitz, Afrik. Bekassine, Wacholderspecht,
Weißohrturako, Goldkehlpieper, Singtimalie, Bale-Parisoma, Umber-Laubsänger,
Weißrückenmeise, Erzrabe, Alpenkrähe und Schwarzkopfgirlitz
sowie Säugetieren (z.B. Colobus-Affen, Menelik-Buschböcke,
Grasratten, Blindmulle). Das Highlight ist sicherlich der sehr seltene
Semienwolf, der regelmäßig nahe der Straße beobachtet
wird.
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12. Tag: Auf der höchstgelegenen
befestigten Straße Afrikas nach Tullo Deemtal
(4377 m NN) durchfahren wir spektakuläre Vegetation mit Greiskräutern,
Hagenia-Bäumen, Johanniskrautarten und Lobelien. Der
Weg führt uns in den bekannten Haremma-Wald, eines
der letzten erhaltenen großen Bergwaldgebiete des Landes, in dem
sogar noch Löwen und Buschschweine leben. Wir übernachten
in einem sehr einfachen Landhotel in Dolo-Mena.
13. Tag: Weiterfahrt auf landschaftlich schöner Piste nach
Genale, wo wir am Nachmittag den Ruspoli-Turako,
eine der seltensten afrikanischen Vogelarten, suchen wollen. Vielleicht
finden wir hier auch Graufalke, Goldschnepfe, Somaliammer und
Königsglanzstar. Übernachtung im ca. 50 km entfernten Negele
in einem einfachen Hotel.
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14. Tag: Morgens besuchen wir ein ca.
15 km entferntes Graslandgebiet, um eine der seltensten äthiopischen
Vogelarten, die Sidamolerche, zu suchen, die nur hier vorkommt.
Außerdem gibt es hier Riesen- und Schwarzbauchtrappe,
Temminckrennvogel, Somaliweber, Somali-Kurzzehenlerche, Weißscheitelstar
und Shelly-Sperling zu sehen. Anschließend fahren
wir zu einem Stausee mit vielen Wasser- und Watvögeln
und evtl. noch einmal zu den Wadis in der Umgebung von Genale.
15. Tag: Heute brechen wir sehr früh auf und fahren ca.
280 km lang überwiegend auf Piste durch sehr dünn besiedeltes
Gebiet nach Yabello. U.a. wurden auf dieser Strecke Günthers
Dik Diks, Zebras, Kleine Kudus, Gaukler, Geier-Perlhühner,
Schmuckflughühner, Schwarzkopf-Bartvögel, Schwalben-Nektarvögel,
Somali-Meisen, Donaldsons Bülbüls, Somali-Tschagras, Isabellsylviettas,
Benson-Schwalben und die ebenfalls endemischen Zavattori-Krähen
beobachtet.
16. Tag: Vormittags Exkursion in der Umgebung von Yabello.
Dort brüten u.a. Fuchslerche, Somali-Prinie, Band-Meisensänger,
Purpurbürzel-Glanzköpfchen, Rotflügelstar, Somali-Bindensänger,
Dornbusch-Cistensänger, Brillendrossel, Strichelrötel und
Marmorspätzling. Nachmittags Fahrt zum Awassa See,
einem Süßwassersee mit einer sehr artenreichen Avifauna (3
Übernachtungen). Hier bieten sich hervorragende Beobachtungs- und
Fotografiermöglichkeiten (z.B. Colobusaffe, Sattelstorch, Weißrückenente,
Witwenpfeifgans, Mohrenralle, Purpurhuhn, Goliathreiher, Riesen- und
Zwergfischer, Zwergblatthühnchen, Goldschnepfe, Wellen-Bartvogel,
Weißstirnweber, Zimtflügelstar). Mit etwas Glück
kann man auch den seltenen Fleckenbaumsteiger auf dem Lodge-Gelände
sehen.
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17. Tag: Exkursion am Awassa
See (Fischmarkt und Seeufer) u.a. Zwergflamingo, Haubenzwergfischer,
Graukopf- und Senegalliest, Scharlachspint, Senegalschwalbe,
Kap- und Schilfrohrsänger, Dominikanerwitwe, Glanzelsterchen,
Wellenastrild, Glocken- und Goliathreiher, Gelbbrust- und
Witwenpfeifgans, Rotbrust-Zwerggans, Mohrenralle, Kammbläßhuhn,
Höhlenweihe, Taranta-Papagei, Doppelzahn-Bartvogel, Silberwangen-Hornvogel,
Mönchskuckuck, Zwergblatthühnchen, Schweif- und Amethystglanzstar.
18.Tag: Wer möchte, kann in der schönen Hotelanlage
ausspannen und ausgiebig in der Umgebung fotografieren und beobachten
(z.B. Seeufer, Park, Fischmarktgelände). Auf einer Bootsfahrt kann
man Nilpferde sehen. Die übrigen Teilnehmer fahren nach
Wendo Genet. Dort suchen wir im Bergwald nach Kronenadler,
Wacholderspecht, Narina-Trogon, Kobalt-Eisvogel und Waldraupenfänger.
Der endemische Mönchspirol und Silberwangen-Hornvogel
sind hier häufig.
19. + 20. Tag: Rückfahrt mit Stopps an einigen Wasserflächen
nach Addis Abeba und Rückflug nach
Frankfurt.
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Die Hotels sind zum Teil sehr einfach, wir werden aber
immer versuchen, eines der besten Hotels vor Ort zu buchen.
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Teilnehmer: maximal 10, minimal 6 Personen
Im Reisepreis enthalten:
- Übernachtung
- Teilweise mit DU/WC
- Halbpension
- Flug
- Fahrtkosten
- Bootsfahrten
- deutschsprachige Reiseleitung
- Führungskosten
- Eintrittsgelder laut Reiseplan
- Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
- Sicherungsschein
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