Kasachstan (17 Tage) Naturerlebnis, Großsäuger, Vogelwelt

Naturkundliche Reise: Weite Steppen, unerforschte Wüsten, unberührte Hochgebirge, Taiga Sibiriens: UNESCO-Weltnaturerbe Tengiz, Tien-Schan-Gebirge, Taukum, Altyn-Emel-NP, Ili-Alatau-NP, Turanga-Wälder, Altai-Gebirge

Kasachstan ist mit seinen 2,7 Millionen Quadratkilometern das neuntgrößte Land der Erde. Die Vielfalt der Lebensräume, von den Steppenseen bis zu den alpinen Matten im Tian Shan, versprechen für Ornithologen sehr interessante Vogelarten. Über 500 Arten wurden in den letzten Jahren nachgewiesen, u.a. Ibisschnabel, Himalaya Königshuhn, Bergrubinkehlchen, Riesenrotschwanz und einige schöne Gimpelarten.
Wir besuchen das 30.000 km² große Naturreservat Tengiz und Korgalzhyner Seen (erstes UNESCO-Weltnaturerbe Kasachstans) mit seinen zahlreichen großen und kleinen Steppenseen. Hier wurde ein Paradies inmitten der riesigen Steppe erhalten.
Die beeindruckenden Bergriesen des Tien Schan und deren einmalige Landschaft sind ein weiteres Highlight unserer, z. T. expeditionsartigen Reise. Bei Wanderungen oberhalb der Baumgrenze suchen wir nach den Spezialitäten des Gebietes.

1. Tag: Flug ab Frankfurt nach Astana.

Weißflügellerche (Melanocorypha leucoptera)

2. – 3. Tag: Tengiz-Vogelreservat: Ankunft in Nursultan am Morgen des 16. Mai. Direkte Fahrt in das Tengiz-Vogelreservat (170 km). Ausruhen in der Unterkunft. Nach dem Essen eine ausgiebige Exkursion im Gebiet, wo wir einen kleinen Steppensee besuchen. Brutvögel sind die seltene Steppenweihe, Ohrenlerche, Kornweihe und Rotfußfalke. Wir beobachten u. U. an einem besetzten Horst des Steppenadlers, welcher ein lokaler Ornithologe vorher schon ausgekundschaftet hat. Mit Glück sehen wir schon die ersten endemischen Mohrenlerchen.
Der 2. Tag führt an zwei bis drei Seen und die weiten, bis zum Horizont reichenden Steppen. Hier können wir auf Wiesenweihe, Weißflügellerche, Rosaflamingo, Teichwasserläufer, Schelladler, Schreiadler, Buschspötter, Braunen Sichler und Zwergralle treffen. Die Wasserflächen werden oft bevölkert von Ohrentaucher, Schwarzhalstaucher und Rothalstaucher, Krauskopfpelikan, Weißkopfruderente, Moorente und Kolbenente, Odinshühnchen, Zwergmöwe, Dünnschnabelmöwe, Fischmöwe und Barabamöwe, Lach-Seeschwalbe, Raub-Seeschwalbe, und Weißflügel-Seeschwalbe. Botanisch interessant sind die Stipa-dominierten Langgrassteppen, über die wir auch Einiges erfahren. Ü: 2x Gasthaus Korgalshyn

Mohrenlerche (Melanocorypha yeltoniensis)

4. Tag: Tengiz-Vogelreservat und Astana: Nach einem frühen Frühstück sind wir am Vormittag im Tengiz-Vogelreservat unterwegs. Es ist einer der wichtigsten Trittsteine für den Vogelzug sibirischer Arten in. Als eines der Highlights kann hier einige Tausend Odinshühnchen beobachten! Weiterhin sind endemische Arten wie der gefährdete Steppenkiebitz, Buschspötter, Merlin, Rotkehlstrandläufer und Tamarisken-Rohrsänger möglich. Am gegen Mittag Rückfahrt nach Nursultan (170 km). Kultur: Kurze Stadtbesichtigung im Zentrum von Nursultan. Am frühen Abend besteigen wir den Schlafwagenzug in Richtung Almaty. Ü: Schlafwagenabteil

Steppenkiebitz (Vanellus gregarius)

5. Tag: Schu-Ili-Bergland und Trockensteppen: Ankunft am Morgen in einem Dorf westlich von Almaty, welches direkt in den Schu-Ili-Bergen liegt. Unsere Fahrzeuge warten am Bahnhof, welche sich am Fusse der Schu-Ili-Berge befindet. In den sanften Hügel werden durch Trockensteppen eingenommen, wo wir auf Zwergtrappe, Steinrötel, Kurzzehenlerche, Bergkalanderlerche treffen.  Immer wieder ragen Felskuppen aus der Landschaft und wir achten auf Chukarhuhn und Schmutzgeier. U. U. ist auch ein Steinadlerhorst aus dem Jahre 2021 wiederbesetzt.
Als absoluten Kultur-Höhepunkt wollen wir uns das UNESCO-Weltkulturerbe „Tamgaly“ anschauen, eine Ansammlung von ausgesprochen schönen Felszeichnungen. Botanisch ist das Gebiet auch interessant. Hier wächst die schönste und ungewöhnlichste Wildtulpe der Erde, die Regel-Wildtulpe (Tulipa regelii) und Irisgewächse der Gattungen Iridodictium. Ü: *Hotel im Schu-Ili-Bergland

6. Tag: Taukum-Wüste: Der heutige Tag steht im Zeichen der Trockensteppen- und Halbwüstenarten. Wir besuchen eine Wasserstelle wo wir Sandflughuhn, Weißflügelgimpel und Zitronenstelze finden. Ein echter Ornithologen-Traum ist die Sichtung des Wermutregenpfeifers und des Steppenflughuhns, welche im Terrain brüten. Kultur: Wir legen einen Stopp an alten Mausoleen aus Lehm ein. Botanisch interessant sind hier wilde Vorkommen des Rhabarbers und die Behme-Wildtulpe (Tulipa behmiana), welche im Mai noch blühen kann. Ü: Gasthaus in der Taukum-Wüste 

Feldrohrsänger (Acrocephalus agricola)

7. Tag: Taukum-Wüste und Turanga-Wälder: Wir sind im Delta des Ili-Flusses unterwegs, welche aus alten Pappeln gebildet wird. Der Ili ist der größte Fluss des Siebenstromlandes und fließt in den gewaltigen Balchasch, der mit 600 km der zweitgrößte See des Landes ist. Der Wald steht zum Teil direkt an der Sandwüste und so kommen hier Triel, Saxaulsperling, Turkestan-Meise, Schwarzkopf-Beutelmeise und Schikra vor. Im Zentrum des Interesses steht heute aber die endemische Gelbaugentaube.  Ü: Gasthaus in den Turanga-Wäl

Wacholderkernbeisser. Foto: R.Martin

dern

 

 

8. bis 9. Tag: Nationalp ark Altyn Emel Am Morg 

en verlassen wir die Auwälder und fahren zum Altyn-Emel-Nationalpark weiter. Der Nationalpark stellt ein absolutes Landschafts- und Faunen-Highlight der Reise dar! Am frühen Morgen geht es los in die rot-weiß-orange-gelb gebänderten Berge des Aktau-Gebirges, geologisch und ästhetisch ein besonderer Höhepunkt. In den Bergen kreisen Wüstenfalke und Kaiseradler und in den Halbwüsten erwarten uns Wüstensteinschmätzer, Isabellsteinschmätzer und Kragentrappe. Hier haben wir 2018 und 2019 Knochen von Ursäugern (ca. 10-20 Mio. Jahre) gefunden. In den weiten In den weiten Ebenen und felsigen Bergländern des Nationalparks leben 7 Großsäuger, einmalig für das Gebiet der ehemaligen UdSSR! Wir finden hier Kulan, Braunbär, Wolf, Prshewalskij-Pferd und Saiga-Antilope. Auf einer leichten Wanderung versuchen wir, Sewerzow-Wildschaf, Kropfgazelle, Gänsegeier und Klippenkleiber zu erspähen. Angekommen an einer Felskante können wir mit einem Blick ins Tal ein echtes Naturwunder bestaunen: die mit über 150 m höchste Düne Mittelasiens. Auch für Kultur ist gesorgt: Wir legen einen Stopp an einem Steinplattengrab der Skythen ein. Ü: 2x Gasthaus im Nationalpark  

10. Tag: Altyn-Emel-Gebirge, Vogel-Paradies Sorbulak Fahrt durch das Altyn-Emel-Gebirge, wo wir eine kurze Exkursion einlegen und Hoffnung das Chukarhuhn und auf die seltene Nachtigall-Grasmücke haben, die wir 2022 am Brutplatz feststellen konnten. Weiter geht es zum Seen-System des Sorbulak, einem Birding-Highlight des Landes. Wir haben die Möglichkeit auf für Kasachstan seltene Arten, wie Langzehenstrandläufer, Bindenseeadler oder Pazifischen Goldregenpfeifer zu treffen. Über 43 Limikolen- und mehr als 24 Greifvogelarten wurden hier schon registriert. Am frühen Abend verlassen wir díe Seen und fahren nach Almaty (70 km). Ü: Hotel in Almaty

11. Tag: Transili-Gebirge, Zugfahrt Am Vormittag kleine Exkursion im Vorgebirge des Transili-Gebirges, wo Bienenfresser, Wiedehopf und Buschrohrsänger wir zu Gesicht bekommen können. Gegen Mittag oder Nachmittag Zugfahrt mit der Turksib (Zugfahrplan erst Anfang 2023 bekannt). Die Turksib ist eine Seitenzweig der Transsibirischen Eisenbahn und verbindet u. a. Almaty mit Ust-Kamenorsk. Wir fahen wir gemütlich mit einem Schlafwagenzug vom Almatiner Hauptbahnhof in Richtung Norden. Ü: Schlafwagenabteil

12. bis 15. Tag: Expedition ins Altai-Gebirge:  Das Altai-Gebirge hat in den letzten 150 Jahren nichts von seiner Ursprünglichkeit verloren. Das betrifft die Fauna, genauso wie die Infrastruktur. Die Straßen und Brücken sind schlecht ausgebaut. Dadurch sind Verspätungen und Routenänderungen aufgrund schlechter, unbefestigter Straßen und aufgrund von Wetterunbilden an der Tagesordnung. Deshalb ist dieser Teil der Reise bewusst als “Expedition” ausgeschrieben. Durch viele blühende Taigaarten und alpine Frühlingsblüher stellt der Altai auch  ein krasses botanisches Highlight dar.
Am Morgen des 12. Tages Ankunft auf einer Bahnstation im Altai-Vorland (Fahrplan erst Anfang 2023 verfügbar) und Fahrt zum Ort Katon-Karagaj, welches sich im UNESCO-Weltnaturerbe „Katon-Karagaj“ befindet. Im Schutzgebiet am Abend eine erste Exkursion, wo wir auf Seidensänger, Baumfalke, Maskenstelze und Wespenbussard treffen können.
Wir erkunden 7 volle Tage die Taiga, Flussauen, subalpinen Wiesen, alpine Felslandschaften des Altai-Gebirges. Dabei sind wir 2 Tage im Schutzgebiet „Katon-Karagaj“ unterwegs: In den unteren Lagen der Au- und Lärchenwälder brüten Rubinkehlchen, Unglückshäher, Bartkauz und Strichelschwirl. Oberhalb der Waldgrenze können wir auf Hakengimpel, Moorschneehuhn und Pfeifhase treffen. Sehr selten zeigen sich Auerhuhn, Rosenbauch-Schneegimpel !! und Altai-Königshuhn !!. Im Jahre 2022 konnte uns unser Guide aus gebührlicher Entfernung einen besetzten Horst eines Kaiseradlers zeigen. Ü: 4x Gasthaus

16. Tag: Am 30. Mai unternehmen wir eine Fahrt vom Schutzgebiet Katon-Karagaj bis nach Ust-Kamenogorsk, wo sie sich von der Hauptgruppe verabschieden. Inlandsflug nach Almaty (1:30 h).  Ü: Hotel in Almaty

17. Tag: Rückflug am Morgen des 31. Mai von Almaty nach Mitteleuropa

Teilnehmer:
maximal 12, minimal 6 Personen

Kosten (ohne Flug): 
06 Personen               4.050,- €
07 Personen               3.750,- €
08 bis 09 Personen    3.530,- €
10 bis 12 Personen    3.390,- €

Kosten (mit Flug): 
06 Personen               4.950,- €
07 Personen               4.650,- €
08 bis 09 Personen    4.430,- €
10 bis 12 Personen    4.290,- €

 

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • deutschsprachige ornithologische, zoologische und kulturelle Reiseleitung durch Kasachstan-Experten Stephan Flechtner (1. bis 12. Tag)
  • örtlicher englischsprachiger ornithol. Guide mit deutschsprachigen Dolmetscher (13. bis 21. Tag)
  • örtliche englischsprachige ornithologische Guide
  • Flüge wie in der Reisebeschreibung aufgeführt (andere Abflughäfen auf Anfrage)
  • Inlandsflug Ust-Kamenogorsk – Almaty (19. Tag)
  • insgesamt 20 ÜN
  • 2x ÜN im Mittelklassehotel in Almaty
  • 2x ÜN im Schlafwagenzug
  • 13x ÜN einfaches Hotel oder Gasthaus im DZ oder EZ
  • 3x ÜN einfache Berghütte im Mehrbettzimmer
  • Zugfahrt Astana – Almaty
  • Zugfahrt Almaty – Ust-Kamenogorsk
  • Vollpension
  • mittags Lunchpakete
  • Fahrt- und Führungskosten
  • Genehmigungen für Schutzgebiete
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt

Buchungsanfrage

– Besondere Witterungsverhältnisse und dadurch bedingte Programmänderungen sind vorbehalten.
– 15x Einzelzimmer: 2x Hotel Almaty, 2x Schlafwagenabteil, 3x Gasthaus Korgalshyn, 1x *Hotel Schu-Ili-Berge, 1x Turanga-Wälder, 4x Gasthaus Katon-Karagaj-NP, 2x Gasthaus Altyn-Emel-NP
– Berghütte im Westaltai mit Aussentoilette und Sauna mit 3 bis 5 Personen pro Zimmer