Finnland – Arktische Tundren

Seevögel in Finnisch Lappland und am Varanger Fjord (Norwegen)

Im Anschluss an die Exkursion in die mittelfinnische Taiga können Sie als Ergänzung die wilde, subarktische Landschaft Finnisch-Lapplands und der Varanger Halbinsel kennen lernen. Sie können diese Tour natürlich auch separat buchen. Die Fahrt führt zunächst 600 km nach Norden, in das Gebiet südlich des Inarii Sees, wo wir den Urho Kekkonen Nationalpark besuchen, eines der größten und ursprünglichsten Wildnisgebiete Europas. Über die Täler Finnisch-Lapplands mit unberührten Wäldern, weiten Mooren und kristallklaren Flüssen, erheben sich die kargen Rücken der Fjells, welche nur mit schütteren Zwergbirkenwäldern und spärlicher Tundrenvegetation bewachsen sind. Hier begegnen uns bereits viele typische Tundravögel wie Raufußbussard, Merlin, Alpenschneehuhn, Mornell, Goldregenpfeifer, Rotsterniges Blaukehlchen, Spornammer und Schneeammer, auf den Seen und Mooren ferner Limikolen wie Odinshühnchen und Temminckstrandläufer sowie nordische Wasservögel wie Zwergsäger, Eisente und Bergente. Von Ivalo am Südufer des Inarii Sees führt die Fahrt weiter zum norwegischen Varanger­fjord, wo wir auf eine völlig baumlose, bereits arktisch anmutende Landschaft von bizarrer Schönheit stoßen. Neben zahlreichen nordischen Tundrenvögeln, Enten und Limikolen beherbergen die Küsten des Varangerfjords große Seevogelkolonien mit Zehntausenden von Brutpaaren.

Singschwan (Cygnus cygnus)

1. Tag: Der erste Tag entfällt, wenn diese Tour als Anschlusstour zu „Östliche Taigavögel am Polarkreis“ gebucht wird.
Teilnehmer, die nur diese Tour gebucht haben, fliegen über Helsinki nach Rovaniemi und fahren weiter nach Ivalo.

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Die Maitour ist einen Tag länger, und wir haben etwas mehr Zeit, um die Seengebiete um Ivalo zu erkunden.

2. Tag: (Maitour) Da wir am Vortag eine lange Anreise hatten, brauchen wir heute nicht so früh aufstehen. Wir erkunden nach dem Frühstück entlang der Mäander des Ivalojoki, der sich hier aufteilt und in drei Hauptarmen in den Inarisee mündet. In den zum Teil naturbelassenen Wäldern suchen wir nach Unglückshäher, Hakengimpel, Waldammer, Rotdrossel und Bruchwasserläufer, die gerne in Drosselnestern brüten. Bekassine, Dunkler Wasserläufer sowie Zwergsäger, Bergente und Reiherente werden oft beobachtet. Aufpassen müssen wir auch, dass wir den Merlin und den Baumfalke nicht verpassen, denn wo so viele Vögel brüten, sind die beiden meist nicht weit.
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2. Tag: (3. Tag Maitour) Weiterfahrt durch die subarktische Tundra Norwegens zur Varangerhalbinsel nach Batsfjord. Unterwegs Beobachtungsstopps auf den bis zu 500 Meter hohen Hügel- und Sumpfgebieten. Hier werden wir uns mit der Vogelwelt des hohen Nordens vertraut machen. Meist werden in den Zwergweiden und Zwergbirken Taigaspezialisten wie Schneeammer, Spornammer, Taigabirkenzeisig, Berghänfling, Moorschnee­huhn, Unglückshäher, Lapplandmeise sowie in den Sumpf- und Seengebieten den Singschwan, alle europäischen Sägerarten, Schnatterente, Spießente, Pfeifente, Schellente und weitere nordische Entenarten beobachtet. Im Tanadelta besuchen wir einen der größten Mauserplätze vom Gänsesäger. Auf den Sandbänken liegen meist viele Robben.
Bei kurzen Stopps in der Tundra, entlang der Straße nach Batsfjord, werden oft Goldregenpfeifer, Bekassine, Mornellregenpfeifer, Alpenschneehuhn, Falkenraubmöwe und mit etwas Glück auch Gerfalke und Schnee-Eule nachgewiesen. Hier gibt es beste Chancen, um Gelbschnabel-Eistaucher, Spatelraubmöwe, Basstölpel, Eismöwe und Polarmöwe zu sehen.

Papageitaucher (Fratercula arctica)

3. Tag: (4. Tag Maitour) Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Vardö. Entlang des Tanafjord und Varanger­fjord werden häufig Skua, Küstenseeschwalbe, Kampfläufer, Temminckläufer, Alpenläufer, Meerstrandläufer, Pfuhlschnepfe, Schmarotzerraubmöwe und mit Glück Spatelraubmöwe und Falkenraubmöwe sowie Gerfalke, der in den hohen Klippen brütet, gesehen. Prachttaucher, Sterntaucher, Prachteiderente, Eiderente, Samtente, Raufußbussard, Rotsterniges Blaukehlchen, Polar-Birkenzeisig, Ohrenlerche, Rotkehlpieper und Strandpieper sind alles Arten, die immer wieder nachgewiesen werden.

4. – 5. Tag: (5. – 6. Tag Maitour) Wenn das Wetter mitspielt, fahren wir mit dem Boot zum Vogelfelsen von Hornoya. In den steilen Klippen brüten tausende Vögel, u.a. bieten Dreizehenmöwe (25.000 Bp), Krähenscharbe, Trottellumme, Dickschnabellumme, Gryllteiste, Tordalk und mehrere Tausend Paare Papageitaucher beste Möglichkeiten zum Fotografieren. Entlang der Küste mit bizarren Steinformationen, die oft an eine Mondlandschaft erinnern, fahren wir nach Hamningberg. Hier sind meist Kolkrabe, Scheckenten, Odinshühnchen, Eissturmvögel und mit etwas Glück auch Wale sowie Eismöwe und Polarmöwe zu beobachten. Am letzten Tag werden wir gezielt nach Arten suchen, die wir bis jetzt noch nicht entdeckt haben.

Dompfaff oder Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)

6. Tag: (7. Tag Maitour) Heute geht es wieder mit zahlreichen Beobachtungsstopps nach Süden, vorbei am Inarisee nach Ivalo. Entlang der Strecke u.a. Kranich, Seeadler, Merlin, Alpenschneehuhn, Moorschneehuhn, Saatgans, Pfeifente, Spießente, Eisente, Trauerente, Schellente, Zwergsäger, Mittelsäger, Gänsesäger sowie in den Waldgebieten Waldammer, Gartenrotschwanz, Unglückshäher, Hakengimpel, Wiesenpieper, Baumpieper, Rotdrossel, Singdrossel, Wacholderdrossel und Misteldrossel.

7. Tag: (8. Tag Maitour) Auf der Fahrt, vorbei am Urho Kekkonen Nationalpark nach Rovaniemi, werden wir, wenn es die Zeit erlaubt, noch etwas beobachten. Dann Rückflug über Helsinki nach Deutschland.

 

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Teilnehmer: maximal 14/7, minimal 12/6 Personen

Reisepreis – Reisedaten

Enthaltene Leistungen:

  • Flüge
  • Übernachtung in Hotels mit DU/WC
  • Halbpension
  • Fahrtkosten
  • Genehmigungen
  • örtliche deutschsprachige ornithologische Reiseleitung
  • Führungskosten
  • Eintrittsgelder, soweit im Reiseplan aufgeführt
  • Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

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